Schneider hat viele Optionen

Bruchsal (nbb). An das letzte Punktspiel können sich viele beim Oberligisten 1. FC Bruchsal nur noch dunkel erinnern. Kein Wunder, denn der 2:0-Auswärtssieg gegen den Freiburger FC datiert vom 17. Oktober 2020. Wenn die Elf von Trainer Mirko Schneider am Samstag um 15.30 Uhr ins städtische Stadion einlaufen wird, werden 294 Tage ins Land gezogen sein, in denen der Ball mehrheitlich nicht rollte. „Wir haben damals das erste Spiel gewonnen, wir haben unser letztes Spiel gewonnen und wir waren nach elf Spielen auch sportlich noch über dem Strich. Insofern überwiegt bei uns die Vorfreude auf die neue Saison die Sorgen vor deren Ausgang bei weitem“, erklärte Trainer Mirko Schneider.

„Nach wie vor gilt die Regelung, dass ab 200 Personen am Platz Maskenpflicht herrscht“, erklärte FCB-Pressesprecher Joachim Mössinger. Zuschauer sollten daher auf jeden Fall auch einen Mund-Nase-Schutz mitbringen. Die von den lokalen Behörden geforderten Nachverfolgungsbögen liegen am Eingang bereit. Wer ein Mobiltelefon besitzt, kann sich dort auch bequem per „Luca-App“ einchecken. „Wie viele Zuschauer aber letztendlich den Weg ins städtische Stadion finden werden, ist für uns derzeit nur ganz schwer einzuschätzen“, findet Mössinger. Unterstützung von den Rängen werden die Bruchsaler jedoch brauchen, selbst wenn sich in Linx ein vermeintlicher Gegner auf Augenhöhe angesagt hat. Denn die Neuzugänge Gianluca Mantel (Kreuzbandriss) und Yannick Tewelde (privater Termin) werden ebenso fehlen wie David Stjepanovic (Muskelverletzung) und Oguzhan Dogancay (Urlaub). „Linx ist ein Team, die grundsätzlich versucht Fußball zu spielen. Die wollen kicken. Und sie haben ein paar Individualisten drin, die ein Spiel auch alleine entscheiden können. Aber sie sind noch nicht richtig in Fahrt gekommen“, berichtet Schneider.

Beim 3:0-Pokaslsieg beim Landesligisten FC Ispringen hatte Schneider vor allem auf Spieler gesetzt, die bislang noch nicht so lange Einsatzzeiten hatten. Diese hatten unter Beweis gestellt, dass der Club auch von der Bank durchaus noch Optionen hat. „Wir vertrauen jedem Spieler, der bei uns spielt“, betonte Schneider. Das gilt insbesondere auch für die jungen Wilden. Allen voran der 20 Jahre alte Max Kias. „Er hat heute aufgezeigt, dass er jemand ist, den man da bedenkenlos auch von Anfang an bringen könnte“, fand der FCB-Coach. Aber auch Albin Sahiti, Francis Bediako und Kadir Sefa Bulut wussten zu gefallen.

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