Sahiti sorgt für gute Stimmung

Doppelschlag nach der Pause bringt den 1. FC Bruchsal im Kellerduell auf die Siegerstraße

Bruchsal. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der der zweiten Halbzeit hat der 1. FC Bruchsal das Kellerduell der Fußball-Oberliga gegen den FV Lörrach-Brombach mit 2:1 (0:1) für sich entschieden. Während die Gäste aus Südbaden als Tabellenletzter weiter auf den ersten Saisonsieg warten, machten die Bruchsaler mit nun acht Punkten aus zehn Partien einen Sprung von Rang 19 auf 15 und sind vor dem nordbadischen Derby am kommenden Freitag (19 Uhr) beim FC Nöttingen wieder voll im Geschäft.

In der zweiten Halbzeit war das ein großer Schritt nach vorne. André Walica Kapitän des 1. FC Bruchsal

„Die Erleichterung war uns allen anzumerken“, machte Mannschaftskapitän André Walica deutlich und ergänzte nachdenklich: „Wenn wir auch dieses Spiel verloren hätten, wären wir spätestens ins Grübeln gekommen.“ Womit der Spielführer besonders hadert, ist der Umstand, dass es die Elf von Mirko Schneider in bislang keinem Saisonspiel geschafft hat, die eigenen Stärken über die gesamten 90 Minuten über den Platz zu bringen.

Was zuletzt schon einige Male zu unnötigen Punktverlusten geführt hatte, zeigte sich am Samstagnachmittag auch gegen das Schlusslicht aus Lörrach. Die Bruchsaler Elf kam nicht wirklich gut ins Spiel. „In der ersten Halbzeit war der Wurm drin“, bilanzierte Walica. Beim ein oder anderen seiner Teamkollegen sah er nach zwei vergebenen Chancen von Mohamed Amelhaf (17., 39.) auch schon wieder die Köpfe hängen. Der Nackenschlag folgte in der Nachspielzeit, als Sidy Dieng die Führung für die Gäste erzielte.

In seiner Kabinenansprache hatte Schneider aber offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Furios kam seine Mannschaft aus der Kabine. Nicht einmal eine Minute war im zweiten Spielabschnitt absolviert, da setzte Albin Sahiti gut nach und bugsierte den Ball mit viel Willen zum Ausgleich über die Torlinie. Nur drei Zeigerumdrehungen später war es erneut der 20-Jährige, der nach einem Eckball goldrichtig stand und mit einem satten Schuss die Partie binnen drei Minuten drehte.

„Wir haben endlich mal aufs Tor geschossen und sind auch nachgelaufen“, fasste es Walica zusammen. „Ich bin mir sicher, dass Albin in der ersten Halbzeit da zweimal nicht gestanden hätte. Das ist eben der Einsatz und Wille, den wir brauchen, um Tore zu erzielen.“

Mit der Führung im Rücken waren die Bruchsaler besser im Spiel und dominierten die Partie ohne sich die ganz großen Chancen zu erarbeiten. „Die 30 Minuten nach der Halbzeit waren sehr gut“, fand auch der Kapitän. In der Schlussphase hatten er und sein Team aber das ein oder andere Mal Glück, dass die Lörracher ihre Gelegenheiten nicht konsequent zu Ende spielten. „Da sind wir auch nach eigenem Eckball in einen Konter gelaufen. Das darf uns so nicht passieren“, zeigte sich Walica selbstkritisch.

So brachte der 1. FC Bruchsal den zweiten Saisonsieg dann aber über die Zeit und nahm entsprechend drei Punkte, aber auch das Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben mit. „In der zweiten Halbzeit war das ein großer Schritt nach vorne“, bilanzierte Walica, der aber auch weiß, dass härtere Gegner warten als der FV Lörrach-Brombach. Und so bleibt sein Wunsch für die nächsten Oberliga-Partien und das Verbandspokal-Viertelfinale am 5. Oktober in Pforzheim aktuell: Endlich mal eine gute Leistung über die gesamten 90 Minuten.

1. FC Bruchsal: Merz, Schiek (39. Durst), Schongar, Berecko, Kias, Sailer (81. Parker Pagna), Walica, Agbegniadan, Sahiti, Muto (70. Dogancay), Amelhaf.

Schiedsrichter: Ebe (Kluftern), Zuschauer: 100, Tore: 0:1 Dieng (45.+1), 1:1 Sahiti (46.), 2:1 Sahiti (49.).

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