Hauptsache weiter

FC Bruchsal siegt mit letztem Aufgebot beim FSV Buckenberg

Pforzheim/Bruchsal. Mit einem 4:1 (1:0) beim Pforzheimer Kreisliga-Vertreter FSV Buckenberg hat der Fußball-Oberligist 1. FC Bruchsal am Mittwochabend die nächste Runde um den bfv-Rothaus-Pokal erreicht. Unter schlechten Vorzeichen und praktisch mit dem letzten Aufgebot war Trainer Mirko Schneider in die Goldstadt gekommen. Lediglich 14 Spieler standen ihm zur Verfügung, Ersatztorhüter Lars Funk wurde sogar als Feldspieler aufgeführt. Außerdem hatte Roman Hajeck Probleme mit der Bandscheibe und hätte fast nicht spielen können. Letztlich brachte die größere Routine den Ausschlag zu Gunsten der Gäste, die in der Schlussphase noch einmal aufdrehten und verdient gewannen.


Schon 30 Sekunden nach Spielbeginn hatten die Gäste großes Glück, als Denis Korzuch auf das Tor von Oliver Nell zulief, aber aus kurzer Distanz vorbeizielte. Bereits 180 Sekunden später musste Nell gegen einen Schuss von Dennis Hiller sein ganz Können aufbieten.


Mit einem Traumtor nahm Marcel Gessel den Gastgeber etwas den Wind aus den Segeln, denn nach zehn Minuten traf er aus 22 Meter und ließ Sascha Nell – dem Bruder des Buchsaler Keepers – keine Abwehrchance (11.). Glück hatte der 1.FC Bruchsal allerdings, als Schiedsrichter Kevin Solert Gnade vor Recht walten ließ und nach einem Foul an Hiller den durchaus möglichen Strafstoß verweigerte. Langsam bekam Bruchsal die eifrigen Platzherren in den Griff, doch nur noch Dragan Peric sorgte mit einem satten Schuss für Gefahr.


Nach dem Seitenwechsel folgte die Schrecksekunde für den Oberligisten, als Dennis Friese aus 20 Metern das 1:1 gelang. Das dürfte wohl der Weckruf für Bruchsal gewesen sein, denn ab diesem Zeitpunkt legte das Team von Mirko Schneider einen Zahn zu – sein Team war ständig im Vorwärtsgang. So gesehen war das 2:1 nur eine Frage der Zeit. Der Führungstreffer gelang Komlan Agbegniadan mit einem akrobatischen Schuss aus 20 Meter (67.).


Danach spielten die Gäste ihre konditionelle Überlegenheit aus, trafen erneut durch Gessel zum 3:1 in der 74. Minute, den 4:1-Endstand besorgte Andre Redekop sechs Minuten später.


Während Nobert Volsitz von den Gastgebern seinem Team Bestnoten ausstellte, war der Bruchsaler Coach froh, unter diesen Umständen die nächste Runde erreicht zu haben. „Kompliment für die tolle Leistung der Gastgeber, sie haben uns alles abverlangt“, so seine Einschätzung. Und weiter: „Wir haben in der Anfangsphase zu viele einfache Fehler gemacht, aber Hauptsache, wir haben gewonnen, insgesamt war das ein Ritt auf der Rasierklinge, ich kann nur hoffen, dass sich unsere Personalsituation schnell entschärft und wir in Rielasingen eine schlagkräftige Elf auf den Platz bekommen“.


1. FC Bruchsal: Nell – Gessel, Redekop, Amelhaf, Pagna, Peric, Bulut, Schiek, Agbegniadan, Schongar, Hajeck (77. Bergheim).



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