bfv-Rothauspokal Viertelfinale

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Di, 05.10.2021 | 19:00

2

Ratifo (121.)

Macorig (121.)

3

Agbegniadan (121.)

Sahiti (121.)

Berecko (121.)

Vorbericht

zum bfv-Rothauspokal Viertelfinale gegen den CfR Pforzheim

 

Bruchsal (she). Wenn der 1. FC Bruchsal an diesem Dienstag (19 Uhr) im Viertelfinale des badischen Verbandspokals beim 1. CfR Pforzheim antritt, ist das nicht nur die Neuauflage des Oberliga-Spiels, das vor fünf Wochen stattgefunden hat. Für einen Spieler wird es „definitiv eine besondere Partie“: Am 27. August lief Benjamin Sailer noch für den CfR auf, gewann gegen Bruchsal mit 2:1. Am Dienstag wird er auf der anderen Seite stehen und mit dem FC um den Einzug ins Halbfinale kämpfen. Für Außenstehende kam der Wechsel des 26-Jährigen recht plötzlich. „Am Tag nach dem Spiel gegen Bruchsal hat sich mein Berater gemeldet und mir von dem Interesse berichtet“, sagt Sailer. Der Defensivspezialist, der auf dem rechten Flügel spielt und in dieser Saison bis dahin kaum Einsatzzeit bekommen hatte, unterhielt sich sonntags lange mit CfR-Coach Fatih Ceylan. „Es hat sich herauskristallisiert, dass es nicht absehbar ist, wann ich mehr spielen werde“, erzählt Sailer. Und sich mit der Reservistenrolle begnügen, das wollte er nicht.

Für Sailer überwogen die Pluspunkte eines Wechsels: Statt einer Dreiviertelstunde nach Pforzheim ist er von seinem Wohnort Walldorf nach Bruchsal nur noch 20 Minuten unterwegs, dazu stehen drei statt vier Trainingseinheiten wöchentlich an. „So habe ich auch wieder etwas mehr Zeit für meine Frau und meinen kleinen Sohn“, sagt Sailer. Mirko Schneider, Coach des 1. FC Bruchsal, hat nur Positives zu berichten: „Wir haben intensiv an der Fitness gearbeitet. Benni ist auf einem sehr guten Weg“, betont er. Wegen der sehr angespannten Personalsituation wurde Sailer zuletzt ins kalte Wasser geworfen. „Benni hat bis zur Erschöpfung gekämpft“, lobt Schneider.

Am Dienstagabend wird Sailers freundschaftliches Verhältnis zum CfR aber ruhen. Beide Teams wollen unbedingt ins Halbfinale. Ob das Pokalspiel nach der 1:6-Klatsche in Nöttingen nicht etwas zu früh kommt? „Ich finde es fast besser so“, sagt Sailer. „So ein Spiel muss man so schnell wie möglich aus dem Kopf bekommen.“ Gegen sein altes Team weiß er jedenfalls, worauf es ankommt: „Wir müssen kompakt stehen und den Offensivdrang des CfR unterbinden“, sagt Sailer. „Im Pokal geht es einfach nur ums Weiterkommen.“

 

Aufstellung

zum bfv-Rothauspokal Viertelfinale gegen den CfR Pforzheim

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Medienmonitor

zum bfv-Rothauspokal Viertelfinale gegen den CfR Pforzheim

 

Pforzheim. Gegen 21.40 Uhr schrien sie ihre Freude in den Pforzheimer Nachthimmel – und dieser Schrei war wohl weit über die Tribünen des Stadions im Brötzinger Tal zu hören. Im Verbandspokal-Viertelfinale hat sich der 1. FC Bruchsal am Dienstagabend mit 3:2 (0:0) nach Elfmeterschießen gegen seinen Liga-Konkurrenten 1. CfR Pforzheim durchgesetzt. Dass es spannend werden würde, das war durchaus absehbar. Bereits vor gut fünf Wochen waren sich die beiden Mannschaften in der Liga begegnet, der CfR hatte sich dank eines Doppelschlags nach der Pause mit 2:1 durchgesetzt. Dieses Mal sollte Bruchsal nach torlosen 120 Spielminuten vor 320 Zuschauern die Oberhand behalten.

Wir haben heute unbändigen Kampfgeist an den Tag gelegt.

Mirko Schneider

Trainer des 1. FC Bruchsal

Bei den Gästen waren Marcel Gessel und Lukas Durst zurück in der Startelf. Der CfR, bei dem Noah Lulic von Beginn an ran durfte, musste kurz vor Anpfiff noch einmal seine Aufstellung ändern: Für Stürmer Willie Sauerborn, der sich beim Aufwärmen gezerrt hatte, begann Stanley Ratifo.

Und das auffällig: Pforzheim drückte seine Gäste zu Beginn der Partie in deren eigene Hälfte und kam bereits nach zehn Spielminuten zu seiner besten Möglichkeit: Über die linke Seite setzte sich Ratifo durch und legte quer auf Robin Münst. Dieser zog auf Höhe der Strafraumgrenze ab, doch sein Schuss prallte an der Innenkante des linken Pfostens ab.

Für die Bruchsaler schien das ein Weckruf zu sein. Drei Minuten später zog Marcel Gessel über die linke Seite kommend ab, für den CfR retteten sowohl Keeper Kevin Rombach als auch der rechte Pfosten. Auch der Abpraller blieb gefährlich, landete bei dem Ex-Pforzheimer Andre Redekop. Bei seinem Abschluss aber bekam Demarveay Sheron den Fuß dazwischen. Der CfR sollte in der Folge zwar die spielbestimmende Mannschaft sein – letztlich blieben sie jedoch zu ungefährlich. Und so kamen die Bruchsaler kurz vor der Pause noch einmal zu einer guten Gelegenheit: Nach einer Ecke von Albin Sahiti zog Komlan Agbegniadan ab, Münst klärte auf der Linie.

Der Seitenwechsel sollte nur wenig Veränderung bringen. Bruchsal wehrte sich nach Kräften, der CfR blieb vermehrt in Ballbesitz. Einzig die zwingenden Chancen blieben Mangelware. Einen starken Abschluss von Münst parierte Nell problemlos, auch zwei Versuche von Salvatore Catanzano blieben ohne Ertrag.

In der Verlängerung versuchten es die Gastgeber mit der Brechstange, wollten den stark dezimierten Bruchsalern, die mit nur vier Feldspielern auf der Auswechselbank nach Pforzheim gekommen waren und letztlich auf Konter lauerten, den Zahn ziehen. Doch Catanzano und die beiden eingewechselten Marco Rienhardt und Denis Latifovic sollten den Ball nicht in Nells Tor unterbekommen.

Nachdem im Elfmeterschießen sowohl Serach von Nordheim seitens der Pforzheimer als auch Andre Redekop bei den Bruchsalern gescheitert waren, lagen beide Teams nach je drei Schützen gleichauf. Anschließend verschoss Catanzano, Patrick Berecko brachte die Bruchsaler in Führung. Besiegelt hat die Pforzheimer Niederlage letztlich der Elfmeterschuss von Robin Münst, den Nell parierte.

„Wir haben heute unbändigen Kampfgeist an den Tag gelegt“, sagte FC-Coach Mirko Schneider nach der Partie. Für Fatih Ceylan, Trainer der Pforzheimer, hatte unterdessen die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. „Wenn du so eine Defensive knacken willst, musst du direkt die erste Chance nutzen.“

Wie es nun für den 1. FC Bruchsal im Pokal weitergeht? Das wird sich nach dem 10. November entscheiden. Dann spielen Verbandsligist FC Zuzenhausen und Drittligist SV Waldhof Mannheim den letzten Halbfinalteilnehmer aus. Bereits ins Halbfinale eingezogen sind die beiden Landesligisten SV Wagenschwend und FC Türkspor Mannheim.

1. FC Bruchsal: Nell – Sailer, Berecko, Gessel (113. Kias), Schiek, Durst (81. Muto), Agbegniadan, Walica, Redekop, Amelhaf (111. Dogancay), Sahiti.

 
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