bfv-Rothauspokal Halbfinale

tsmlogo.png
Bruchsal-3.png

Mi, 30.03.2022 | 19:00

TÜRKSPOR MANNHEIM, KARL-LADENBURG STR., 68165 MANNHEIM

-

-

-

-

Vorbericht

zum bfv-Rothauspokal Halbfinale gegen den FC Türkspor Mannheim

Bruchsal/Mannheim. Mit viel Rückenwind werden die Fußballer des 1. FC Bruchsal an diesem Mittwoch nicht auf der A5 Richtung Mannheim unterwegs sein. Aber wenn es nach Trainer Mirko Schneider geht, darf der Blick in den Rückspiegel keine Rolle mehr spielen.

"Müssen uns darauf berufen, wie wir bis hierhin gekommen sind."

Mirko Schneider, Trainer des 1. FC Bruchsal

Am vergangenen Samstag vergab sein Team gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen eine 2:0-Führung und unterlag im eigenen Stadion mit 2:4 – es war die dritte Niederlage in zuletzt vier Duellen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. In der Oberliga stehen die Bruchsaler mit dem Rücken zur Wand, der Klassenverbleib wäre nach den ausstehenden zwölf Spieltagen inzwischen doch eine größere Überraschung.

„Wir fahren nicht gerade mit dem größten Selbstvertrauen nach Mannheim“, gibt Schneider zu. Aber gerade jetzt tut der Mannschaft ein wenig Abwechslung womöglich gut. Und außerdem ist die Partie im Verbandspokal-Halbfinale an diesem Mittwoch beim FC Türkspor Mannheim eine der wichtigsten in der Historie des 1899 gegründeten Clubs.

Wenn der Kürnbacher Schiedsrichter Marc Heiker um 19 Uhr die Partie auf dem Kunstrasenplatz am Hans-Reschke-Ufer anpfeift, hat die brenzlige Lage in der Oberliga nichts mehr in den Köpfen verloren. „Das ist ein anderer Wettbewerb und eine ganz neue Gelegenheit“, sagt Schneider. Überhaupt sei es die größte Chance der Vereinsgeschichte. Zum einen sind die Bruchsaler im badischen Verbandspokal noch nie so weit gekommen, zum anderen sind die Aussichten im Falle eines Halbfinal-Sieges rosig.

In Sichtweite des Spielortes von diesem Mittwoch befindet sich nämlich das Carl-Benz-Stadion. Dort ist der SV Waldhof Mannheim zuhause – und der zog am Wochenende mit einem 2:0-Sieg vor der Wahnsinns-Kulisse von 1.800 Zuschauern beim Odenwälder Landesligisten SV Wagenschwend ins Pokal-Endspiel ein. In der Dritten Liga sind die Mannheimer derzeit zwar nur Siebter, von Rang vier trennt den Traditionsclub aber nur ein Punkt. Und sollte am Ende der Saison mindestens dieser Tabellenplatz erreicht werden, stünde der Finalgegner, der der 1. FC Bruchsal gerne wäre, auch ohne Titel direkt im DFB-Pokal der kommenden Runde. Allein die Prämie für die Teilnahme daran liegt bei rund 130.000 Euro.

Einen Schritt muss die Schneider-Elf also noch gehen, um sich diese nie dagewesene Chance zu eröffnen. Und auch ein Endspielsieg gegen den SV Waldhof auf neutralem Platz am „Finaltag der Amateure“ am 21. Mai wäre ja nicht undenkbar. Zunächst muss allerdings der FC Türkspor geschlagen werden – und der belegt immerhin Platz vier in der traditionell starken Landesliga Rhein-Neckar. Dass der zwei Spielklassen höher angesiedelte 1. FC Bruchsal trotz der sportlich nicht ganz einfachen Oberliga-Phase als Favorit ins Rennen geht, versteht sich dennoch von selbst.

Schneider appelliert an sein Team, wieder an die eigenen Stärken zu glauben. „Wir müssen uns darauf berufen, wie wir bis hierhin gekommen sind“, sagt der Trainer mit Blick auf die bisherige Pokal-Saison. Dabei wurde nicht nur Oberliga-Konkurrent 1. CfR Pforzheim im Elfmeterschießen bezwungen, sondern auch Verbandsligist FC Kirrlach und andere ambitionierte Landesligisten – und zwar immer auswärts. Vor dem Mannheimer Platz hat Schneider jedoch Respekt und ließ am Montag extra auf Kunstrasen trainieren, um sich an den ungewohnten Untergrund zu gewöhnen.

Ganz sattelfest erwies sich aber auch der Gegner in den Wochen nach der Winterpause nicht. Zwar setzte sich der FC Türkspor Mannheim am Wochenende mit 2:1 gegen den VfB St. Leon durch, zuvor gab es aber eine so sicher nicht eingeplante 0:3-Klatsche beim Tabellenvorletzten TSV Kürnbach. Dem Trainerteam Serif Gürsoy und Caner Dönmez fehlten zuletzt bis zu sieben Stammspieler.

Von Ausfällen kann auch Mirko Schneider ein Lied singen. Nachdem sich die Lage eigentlich ein wenig entspannt hatte, mussten am Samstag gegen Dorfmerkingen die beiden Torschützen Lukas Durst und André Redekop verletzt vom Feld. Marcel Gessel holte sich zudem eine unnötige Gelb-Rote Karte ab. Doch egal, wer an diesem Mittwoch in Mannheim auf dem Platz steht: Es geht um viel. Und es wird keine Ausreden geben.

 

Aufstellung

zum bfv-Rothauspokal Halbfinale gegen den FC Türkspor Mannheim

scglossneu_edited.jpg
 

Medienmonitor

zum bfv-Rothauspokal Halbfinale gegen den FC Türkspor Mannheim

-

 
STREAMING ON-DEMAND.png