7.Spieltag

Sa, 19.09.20 | 15:00

4

Mohamed Amelhaf (8.)

Manuel Morilla Morito (75.)

Stani Bergheim (85.)

Enes Karamanli (89.)

1

Evangelos Politakis (20.)

Dreckiger Dreier

Bruchsal. Am Ende fiel das 4:1 (1:1) des 1. FC Bruchsal gegen den SV Sandhausen II vielleicht einen Treffer zu hoch aus. Doch schon wenige Sekunden nach der Partie störte das im städtischen Stadion freilich keinen mehr. Zumindest, wenn er es die 90 vorausgegangenen Minuten mit dem 1. FC Bruchsal gehalten hatte. Denn der hatte sich eine Halbzeit lang verzweifelt versucht ins Spiel zu beißen, kam aber vor allem im Mittelfeld fast immer einen Schritt zu spät. Während Bruchsal im klassischen 4-4-2 agierte, hatte Gästecoach Frank Löning vier Spieler im Zentrum postiert.

«Gefühlt hatten wir daher die gesamte erste Halbzeit keinen Zugriff», räumte FCB-Trainer Mirko Schneider ein, der zudem kurzfristig noch auf Kapitän André Walica und Roman Hajeck (beide Leistenprobleme) verzichten musste. Und dennoch waren es die Gastgeber, die nach einem an Manuel Morilla Morito verursachten Foulelfmeter mit 1:0 Führung gingen. Bruchsals Torjäger Mohamed Amelhaf ließ sich diese Chance zum fünften Saisontreffer nicht entgehen.

An der Situation im Mittelfeld änderte das freilich nicht viel. So tauchte Sandhausen bald erneut mit Kapitän Mehmet Güzelcoban (13.) gefährlich am Strafraum auf. Sein Schuss jedoch verfehlte das Gehäuse von Keeper Yannick Merz knapp. Evangelos Politakis erwischte den 24-Jährigen allerdings bald darauf zu weit vor seinem Kasten. Sein Schuss in der 20. Minute flog über Merz hinweg, schlug aber unterhalb der Querlatte zum Ausgleich ein. Wenig später wog Merz (33.) den Fehler wieder auf, als er eine Sandhausener Großchance zunichtemachte. Lukas Dursts Schuss (42.) auf der anderen Seite lenkte SVS-Keeper Benedikt Paul Grawe zur Ecke.

Bis zur Halbzeit hatte dann auch das Bruchsaler Trainerteam eine Strategie gegen die permanente Unterzahl ersonnen. Eine Raute im Mittelfeld sollte das Problem zu lösen helfen – und tat es auch. Die spürbare Entlastung auf Francis Bediako und Carsten Walther brachte alsbald auch wieder Ordnung ins Spiel des Oberliga-Neulings. „Nach zehn Minuten hat man gemerkt, dass wir die Vier besser in den Griff bekommen haben. Es war zwar keine Glanzleistung, aber das war mir egal2, sagte Schneider. Mit Youngster Albin Sahiti und Routinier Stani Berg heim brachte er dann noch einmal frischen Wind in die Bruchsaler Offensive. „Als ich die Spieler eingewechselt habe, habe ich ihnen gesagt, wir werden das Spiel heute gewinnen“, sagte Schneider. Seine Hoffnung auf ein „dreckiges 2:1“ sollten in der Folge sogar übererfüllt werden.

Denn während Sandhausens junger Nachwuchself langsam die Körner ausgingen, bekam der 1. FCB wieder richtig Dominanz und Tempo ins Spiel. Zunächst war es Morilla Morito (76.), der einen Freistoß von Amelhaf zum 2:1-Führungstreffer abschloss. Statt die Punkte nach Hause zu mauern, erhöhte Schneider nun mit der Einwechslung von Ogushan Dogancay und Enes Karamanli weiter den Druck auf die schwächelnde Defensive der Gäste. Sahitis brilliante Vorlagen bildeten dann die Grundlage für die Treffer drei und vier durch Bergheim (85.) und Karamanli (90.). „Besser kann es nicht laufen, wenn man wechselt“, strahlte Schneider, dessen Team mit acht Punkten nach sechs Spielen auf Rang elf der Tabelle kletterte.

1. FC Bruchsal: Merz, Morilla Morito, Berecko, Gessel, Walther, Amelhaf (76. Dogancay), Bediako (61. Sahiti), Bulut (81.), Schiek, Durst (68. Bergheim), Schongar.

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