5.Spieltag

Fr, 11.09.20 | 19:00

2

Lukas Durst (44.)

Marcel Gessel (80.)

3

Nicklas Hecht-Zirpel (58.)

Nicklas Hecht-Zirpel (86.)

Eray Gür (87.)

Späte Nackenschläge

Bruchsal. Als Marcel Gessel vom Oberligisten 1. FC Bruchsal in der 81. Minute das Spielgerät mit einem spektakulären Flugkopfball zur 2:1-Führung für die Gastgeber in die Maschen des FC Nöttingen beförderte, ließ Bruchsals Sportvorstand Michael Grub auf der Ehrentribüne bei dessen Luftsprung ebenfalls ungeahnte Höhen erreichen, den ein oder anderen Nöttinger unter den 500 im städtischen Stadion dagegen die Hände vor das Gesicht schlagen.

Kaum mehr als zehn Minuten später jedoch, war die Freude bereits wieder Makulatur und der Ernüchterung gewichen, dass Fußballspiele nun eben doch meist 90 Minuten oder mehr dauern. Denn durch ein unglückliches Eigentor von Tobias Schongar (86.) und einen Treffer von Eray Gür drehten die Nöttinger das Spiel noch auf 3:2 (0:1) zu ihren Gunsten.

„Wir sind froh, dass wir die drei Punkte haben. Summa summarum sind sie verdient, auch wenn sie vom Zeitpunkt her glücklich zustande gekommen sind. Denn wenn du hier sechs, sieben Minuten vor Schluss 2:1 hinten liegst, dann ist der Dreier eigentlich in weiter Ferne“, sagte FCN-Trainer Marcus Wenninger nach der Partie. Seine Mannschaft, fand Wenninger, habe es sich selbst viel zu schwer gemacht.

In der Tat hatte der FC Nöttingen die ersten 44 Minuten mehr oder minder im Griff, diktierte vor allem das Spielgeschehen im Mittelfeld. Am Strafraum fehlte jedoch die letzte Konsequenz, die spielerische Überlegenheit in Zählbares umzuwandeln. Bruchsals Stürmer Lukas Durst war es, der in der 44. Minute den Spielverlauf auf den Kopf stellte und den 1. FC in Führung brachte.

Nach der Pause erhöhte Nöttingen die Schlagzahl und Bruchsal geriet phasenweise ins Schwimmen. Francis Bediako langte in der 58. Minute zu ungestüm im Strafraum zu, den von Schiedsrichter Patrick Mattern zu Recht verhängten Strafstoss verwandelte Niklas Hecht-Zirpel ohne Probleme. Nach dem Ausgleich folgte Bruchsals beste Phase im Spiel. Kadir Sefa Buluts Seitfallzieher erreichte allerdinsg nicht sein Ziel, nicht besser erging es Buluts Vorlage auf Gessel (69.), der vom Elfmeterpunkt nicht genug Druck hinter den Ball bekam.

In der 75. musste Gäste-Keeper Andreas Dups all sein Können aufwenden, um Bediakos Freistoß noch aus dem Winkel zu kratzen. Eine Minute später scheiterte Nöttingens Andreas Schiler auf der anderen Seite.

„Ich habe zu meiner Mannschaft noch in der Kabine gesagt, was hindert uns daran, in der 88 . und 92. Minute zwei Tore zu schießen“, verriet Nöttingens Coach Wenninger, der sich selbst an der Seiten linie immer als „unverbesserlichen Optimisten“ sieht. „Ich weiß auch, dass es nicht immer eintrifft, aber heute hat es eben noch geklappt“, sagt er.

Sein Gegenüber Mirko Schneider wollte vor allem seinem Nachwuchstalent Bediako keine Vorwüre machen. „Ich kann doch dem Kerl keinen Vorwurf machen, der spielt überragend“, sagte Schneider. Dass einem so jungen Spieler gegen so abgezockte Gegenspieler die Erfahrung fehle, „das muss man dann eben so hinnehmen, weil es so ist“, meinte er.

Gefragt sei nun, die Mannschauft aufzurichten, am Mittwoch nach Reutlingen zu fahren und die Punkte dort zu holen. „Es gibt keinen Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben noch 36 Spiele zu absolvieren“.

1. FC Bruchsal: Merz, Berecko, Gessel, Walther, Amelhaf, Bediako, Schiek (46. Bulut), Durst, Walica, Schongar, Hajeck (70. Sahiti).

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