3.Spieltag

Mi, 02.09.20 | 18:00

2

Samy Madihi (58.)

Samy Madihi (73.)

1

Mohamed Amelhaf (32.)

Amelhafs Traumtor reicht nicht aus

Rheinau. Der Rheinauer Stadtteil Linx, der idyllisch zwischen Rhein und Schwarzwald an der französischen Grenze liegt, ist bekannt für seine Fertighäuser. Die Spieler des 1. FC Bruchsal hatten bei ihrem sportlichen Ausflug ins Hans-Weber-Stadion am Mittwochabend, um im Bilde zu bleiben, jedoch keinen Grund, aus dem Häuschen zu sein. Mit hängenden Köpfen schlichen die Fußballer aus der Barockstadt nach ihrer 1:2(1:0)-Niederlage gegen den SV Linx vom Platz. Denn sie wussten: Da war mehr drin, am dritten Spieltag der Oberliga-Saison.

Trainer Mirko Schneider nahm das Resultat zumindest äußerlich eher gelassen. „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis heute in Ordnung“, sagte der 44-Jährige. Er hatte zwar eine sehr ordentliche kämpfende Mannschaft gesehen, die aber vor allem im Aufbauspiel zu viele Fehler machte und auch deshalb ihre Halbzeitführung nicht über die Zeit brachte und der am Ende auch das Glück fehlte.

Im ersten Spielabschnitt waren die Barockstädter, die ohne Cheick Cisse spielten mussten, da sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigt hatte, mindestens ebenbürtig. Die Gastgeber spielten zu hastig, Schneiders Team verteidigte wie schon am Sonntag beim 0:0 gegen den 1. Göppinger SV hervorragend und kam in der Offensive durch Marcel Gessel (15.) und Erich Strobel (29.) zu ersten Tor-Annäherungen. Etwas überraschend war dann dennoch der sehenswerte Führungstreffer, den Mohamed Amelhaf mit seinem bereits dritten Saisontor erzielte (32.). Ansatzlos zog er aus rund 20 Metern ab, von der Unterkante der Latte sprang der Ball hinter der Linie. Der Schiedsrichter-Assistent hatte es richtig gesehen und wies seinen Chef darauf hin. Bruchsal führte 1:0 und spielte auch in der Folge weitestgehend souverän. Die größte Linxer Chance vergab Marco Rubio, als er freistehend über das Bruchsaler Tor köpfte (43.).

„Nach der Pause war das von uns leider nicht mehr so gut“, analysierte Schneider die zweiten 45 Minuten. Als nach knapp einer Stunde ein Ball von der Bruchsaler Verteidigung nicht geklärt werden konnte, überwand Samy Mahidi Bruchsals Keeper Yannick Merz mit einem Flachschuss in die rechte untere Ecke (58.). Derselbe Linxer war es auch, der in der 73. Minute einen Freistoß aus 20 Metern direkt verwandelte und damit bereits für den Endstand sorgte. Denn der 1. FC Bruchsal rannte zwar an und wurde durch Standards auch noch gefährlich. Ein Kopfballtreffer wurde allerdings wegen einer Abseitsposition nicht gegeben (86.). Als ein Freistoß von Amelhaf in der Nachspielzeit nichts mehr einbrachte, stand die erste Saison-Niederlage fest.

Für Schneider war das alles aber kein Weltuntergang. „Wir haben in Neckarsulm gewonnen und gegen Göppingen einen Punkt geholt. Damit können wir zufrieden in die Pause gehen“, fand er. Am Wochenende ist sein Team nämlich spielfrei. Weiter geht es am 11. September (19 Uhr), einem Freitagabend, mit dem Heimspiel gegen den FC Nöttingen. Vor allem möchte der Bruchsaler Coach das Potenzial seiner Mannschaft auch richtig eingeordnet wissen. „Wir können als Aufsteiger nicht mit der Erwartung zu jedem Auswärtsspiel fahren, das Ding zu gewinnen“, sagte er, fügte aber an: „Heute wäre ein Punkt durchaus möglich gewesen.“

1. FC Bruchsal: Merz, Schiek, Schongar, Berecko, Morilla Morito, Walica (76. Walther), Gessel, Durst (74. Hajeck), Bediako (85. Sahiti), Amelhaf, Strobel (83. Dogancay).

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