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33.Spieltag

SA, 30.04.2022 | 17:00

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Andre Redekop (5.)

Oguzhan Dogancay (58.)

Andre Redekop (70.)

Patrick Berecko (74.)

Vorbericht

zum 33. Spieltag gegen den FC Astoria Walldorf

Bruchsal. Eines der nicht unerheblichen Probleme des 1. FC Bruchsal in dieser Oberliga-Spielzeit ist die Tatsache, dass es gegen die Top-Teams fußballerisch meist besser läuft als gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. So wieder gesehen am vergangenen Mittwoch, als der Tabellen-18. den Spitzenreiter und früheren Bundesligisten SV Stuttgarter Kickers am Rande einer Niederlage hatte. Das 2:2 im bislang unterhaltsamsten Spiel der Rückrunde brachte einen Punkt – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Diesen gilt es an diesem Samstag (17 Uhr) zu vergolden, denn dann stünden die Chancen auf den Klassenverbleib für die Bruchsaler wieder deutlich besser. Es geht zum drei Ränge und fünf Punkte besser positionierten FC Astoria Walldorf II. Der 15. Platz, auf dem die Regionalliga-Reserve steht, könnte am Ende zum Klassenverbleib reichen. Entweder schafft die Mannschaft von Spielertrainer André Walica also den Anschluss – oder der Abstand zum rettenden Ufer wird nahezu uneinholbar. Auf das schönste Spiel der Runde am Mittwoch folgt das wichtigste an diesem Samstag.

„Für die Moral und die Stimmung war der Punkt gegen die Kickers überragend wichtig“, sagte Walica nach dem Remis gegen den haushohen Favoriten. Insbesondere die Leistung war es, die dem Spielertrainer und Kapitän Hoffnung für den Endspurt machte. Schwächen wie beim 0:5 in der Vorwoche in Oberachern darf sich das Team aber keine mehr erlauben. „Wir haben dort gesehen, was passiert, wenn wir es nur um fünf Prozent schleifen lassen“, so Walica.

Zehn Punkte hat der 1. FC Bruchsal in den vier Partien unter seiner Führung geholt. In Walldorf müssen Walica und sein Team zeigen, dass sie es auch im Abstiegskampf und unter Druck können.

 

Aufstellung

zum 33. Spieltag gegen den FC Astoria Walldorf

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Medienmonitor

zum 33. Spieltag gegen den FC Astoria Walldorf

Walldorf. Der 1. FC Bruchsal hat seinen Höhenflug unter dem neuen Spielertrainer André Walica fortgesetzt und darf mehr denn je vom Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga träumen. Das 4:0 (1:0) am Samstagabend beim FC Astoria Walldorf II war der dritte deutliche Erfolg im fünften Spiel unter dem Forster. Zudem war unter der Woche ein 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers gelungen.

Ich bin stolz auf jeden einzelnen meiner Spieler.

André Walica, Trainer 1. FC Bruchsal

Das Momentum im Abstiegskampf hat sich nach der jüngsten Erfolgsserie zugunsten der Bruchsaler gedreht. Der Rückstand auf das vor ihnen liegende, punktgleiche Quartett ist auf zwei Punkte geschmolzen, wobei der 1. FC noch ein bis zwei Partien mehr zu absolvieren hat als die Konkurrenten.

Unter ihnen ist auch die zweite Mannschaft des FCA Walldorf, die am Samstag selbst gegen ersatzgeschwächte Bruchsaler kein Land sah. „Ich bin stolz auf jeden einzelnen meiner Spieler“, sagte Spielertrainer Walica nach Abpfiff. Auch er selbst hatte das Duell angeschlagen von der Seitenlinie verfolgen müssen, sah aber trotz acht Ausfällen eine engagierte Mannschaft. „Spielerisch und vom Willen war das super“, lobte der 30-Jährige.

Bereits in der vierten Minute zog André Redekop ansatzlos vom Strafraumeck ab und versenkte den Ball zur 1:0-Führung im Winkel. Ein paarmal hatten die Bruchsaler Glück, etwa bei einem Pfostenschuss von Arion Erbe (29.) und als eine Flanke von Nicolai Groß auf der Latte landete (48.). Die Gäste waren aber über die gesamte Spielzeit besser und belohnten sich mit weiteren Toren.

Bei einem Konter scheiterte Redekop noch am Walldorfer Keeper, den Abpraller köpfte Oghuzan Dogancay zum 2:0 ein (58.). „Es war heute auch auf diejenigen Verlass, die in den letzten Woche nicht viel Einsatzzeit hatten“, freute sich Walica unter anderem für seinen zuvor aussortierten Torschützen, dem er seit Amtsantritt das Vertrauen schenkt.

In der 69. Minute setzte sich der starke Albin Sahiti auf der rechten Außenbahn durch. Seine Flanke fand in Redekop einen dankbaren Abnehmer – es stand 3:0. Den Schlusspunkt setzte Innenverteidiger Patrick Berecko, der einen von Salvatore Muto getretenen Eckball über die Linie drückte (74.).

Eine weitere erfreuliche Nachricht war die Einwechslung von Gianluca Mantel. Es war der ersten Einsatz für den Sommer-Neuzugang, der sich direkt einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und nach langem Aufbautraining im Saisonendspurt wieder eine Option ist. Bei der aktuellen Personallage wird ohnehin jeder Einzelne gebraucht, zumal das Restprogramm mit noch sieben Partien in fünf Wochen härter kaum sein könnte.

Bereits am Mittwoch (19 Uhr) geht es zum FSV Bietigheim-Bissingen. Drei Tage später kommt Tabellenführer SGV Freiberg nach Bruchsal. Walica hat es aber ohnehin zu seinem Credo gemacht, nicht zu weit voraus zu blicken. „Das nächste Spiel ist immer das wichtigste“, sagte er in Abwandlung eines Sepp-Herberger-Zitats noch am Spielfeldrand in Walldorf. Da nicht einmal klar ist, wie viele Absteiger es geben wird, klingt das nach einer vernünftigen Herangehensweise. Und offenbar fahren die Bruchsaler aktuell ganz gut damit, der Anschluss ist jedenfalls hergestellt.

1. FC Bruchsal: Adams, Stjepanovic, Berecko, Sailer, Neicu, Dogancay (62. Peric), Bediako (64. Mantel), Muto, Sahiti, Redekop, Hajeck (76. Ivan).

Schiedsrichter: Rösch (Bad Wurzach), Zuschauer: 70, Tore: 0:1 Redekop (4.), 0:2 Dogancay (58.), 0:3 Redekop (69.), 0:4 Berecko (74.).

 
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