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32. Spieltag

Mi, 27.04.2022 | 18:30

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C. Ivan (11.)
S. Muto (61.) 

M. Baroudi (12.)

M. Obernosterer (84.)

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Vorbericht

zum 32. Spieltag gegen die Stuttgarter Kickers

Bruchsal (maw). Die Kar- und die Osterwoche waren für die Fußballer des 1. FC Bruchsal eine Zeit der Extreme. Auf zwei überzeugende 5:0-Siege gegen den FV Lörrach-Brombach und den FC Nöttingen zum Einstand des neuen Spielertrainers André Walica folgte am vergangenen Samstag eine bittere 0:5-Pleite beim SV Oberachern.

An diesem Mittwoch (18.30 Uhr) gilt es für den Oberligisten, zu verhindern, dass die Englische Woche zu einer extrem bitteren wird. Bereits am Samstag (17 Uhr) geht es nämlich zum wichtigen Kellerduell nach Walldorf. Danach zeigt sich, ob noch realistische Chancen auf den Klassenverbleib bestehen.

1. FC Bruchsal empfängt die Stuttgarter Kickers

Die Aufgabe an diesem Mittwoch könnte für Walicas Mannschaft aber kaum anspruchsvoller sein. Ein großer Name ist zu Gast im Städtischen Stadion – und noch dazu der Tabellenführer der Oberliga. Mit 72 Punkten aus 30 Spielen stehen die Stuttgarter Kickers, früherer Bundesligist und DFB-Pokalfinalist von 1987, ganz oben im Tableau. Der Aufstieg ist das klar definierte Ziel, doch der SGV Freiberg sitzt den Kickers mit nur drei Punkten Rückstand im Nacken. Milde haben die Bruchsaler nicht zu erwarten.

Auch für Walica haben die Stuttgarter gemeinsam mit Freiberg einen Sonderstatus in der Oberliga. „Das sind eigentlich Regionalliga-Mannschaften“, macht der FCB-Coach deutlich. Dennoch gelte es „den Respekt vor dem Gegner abzulegen. Der Druck ist in diesem Spiel völlig weg, wir haben nichts zu verlieren.“

Die Niederlage in Oberachern tat weh, sei aber bereits abgehakt, so der 30-Jährige. Das Team sei mental nicht frisch genug gewesen und immer einen Schritt zu spät gekommen, das soll sich gegen die Kickers an diesem Mittwoch ändern. „Wir werden alles reinwerfen, das Spiel geht bei 0:0 los“, macht Walica deutlich.

Dass es so extrem wird wie beim letzten Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers, das im Oktober 2020 mit 0:8 verloren ging, will der 1. FC Bruchsal unbedingt vermeiden. Auch, um die Moral vor dem Saisonendspurt aufrechtzuerhalten.

 

Aufstellung

zum 32. Spieltag gegen die Stuttgarter Kickers

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Medienmonitor

zum 32. Spieltag gegen die Stuttgarter Kickers

Bruchsal. Ein Hauch von Bundesliga-Stimmung wehte am Mittwochabend durch das Bruchsaler Stadion. Fast wie zu erstklassigen Zeiten wurden die Stuttgarter Kickers mit Dauergesängen über die gesamten 90 Minuten von ihren Fans angefeuert. Die Unterstützung hätte fast als vorbildlich gelten können, wäre da nicht ein Teil der Anhängerschaft nach dem späten Ausgleichstreffer zum 2:2(1:1)-Endstand unnötigerweise auf den Platz gestürmt, weshalb sogar noch die Polizei anrückte.

"Das war trotz allem ein gewonnener Punkt."

André Walica, Spielertrainer 1. FC Bruchsal

Nach dem Schlusspfiff blieb es dann aber friedlich, was auch damit zusammenhing, dass beide Teams mit dem Remis ganz gut leben konnten. Die Bruchsaler, weil der gegen den großen Favoriten eigentlich nicht eingeplante Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga noch Gold wert sein könnte. Die Stuttgarter, weil sie erst spät zum Ausgleich kamen und in der Schlussphase froh sein mussten, nicht noch das 2:3 zu kassieren.

Auf die Frage, ob es nun zwei verlorene Punkte waren oder eher ein gewonnener, musste der Bruchsaler Spielertrainer André Walica entsprechend kurz überlegen. „Das war trotz allem ein gewonnener Punkt“, sagte der 30-Jährige nach kurzem Zögern. „Wenn man uns vorher ein Unentschieden angeboten hätte, dann hätten wir es genommen.“

Was Walica aber noch wichtiger fand als den Punktgewinn, war die Leistung. Sein Team bot den 450 Zuschauern eine spielerisch und kämpferisch ansprechende Darbietung. Schon die erste Chance gehörte den Bruchsalern, als Albin Sahiti frei durch war, aber an Kickers-Torhüter Ramon Castelluci scheiterte (4.). Bei einer identischen Situation wenige Minuten später holte der Gäste-Keeper Sahiti von den Beinen, den fälligen Strafstoß verwandelte Cosmin-Marian Ivan mit etwas Glück zum 1:0 (11.).

Die Freude des Tabellen-18. währte aber nicht lange. Die Tormusik lief noch, da düpierte Mohamed Baroudi die halbe FCB-Abwehr und schob in die lange Ecke zum Ausgleich ein (12). Ein weiterer Schuss des Torschützen landete an der Latte (17.). Einen Freistoß von Kevin Dicklhuber konnte Cuyler Adams im Bruchsaler Tor entschärfen (38.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Ein Traumtor beendete die einzig ruhigere Phase der Partie. Einen Freistoß aus rund 30 Meter versenkte Salvatore Muto sehenswert zum 2:1 (61.) im Kickers-Tor. Die Partie nahm nun Fahrt auf und wurde ruppiger. Bärenstark verteidigten die Bruchsaler die Führung – bis zur 84. Minute. „Das war nicht ganz schlau von uns“, fand Walica, der das Spielfeld zu diesem Zeitpunkt schon verlassen hatte. Ein unnötiges Foul brachte den Stuttgartern einen Freistoß aus guter Position ein. Unter der Mauer hindurch landete der eigentlich eher harmlos getretene Ball des eingewechselten Markus Obernosterer zum 2:2 im Tor. Weil es André Redekop bei zwei anschließenden Kontern zu kompliziert machte und die erneute Bruchsaler Führung verpasste, mischte sich in die Freude über den Punktgewinn am Ende aber doch die Erkenntnis, dass mehr drin gewesen wäre.

1. FC Bruchsal: Adams, Neicu (72. Schiek), Sailer, Schongar, Stjepanovic, Bulut, Walica (76. Dogancay), Bediako (65. Hajeck), Sahiti, Muto, Ivan (63. Redekop).

Schiedsrichter: Gerspacher (Kandern), Zuschauer: 450, Tore: 1:0 Ivan (11., Foulelfmeter), 1:1 Baroudi (12.), 2:1 Muto (61.), 2:2 Obernosterer (84.).

 
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