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28. Spieltag

Mi, 11.05.2022 | 19:30

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Profis (20.)

Loser (79.)

Lekaj (91.)

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Vorbericht

zum 28. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

Bruchsal. Aktuell lautet die Devise beim 1. FC Bruchsal: den Druck nicht zu hoch werden lassen. In letzter Zeit hat die Mannschaft in der Fußball-Oberliga bewiesen, dass sie immer dann am besten ist, wenn das Umfeld und wohl auch die Spieler selbst am wenigsten erwarten. Mit Blick auf das nahende Saisonende und den inzwischen wieder auf vier Punkte angewachsenen Rückstand auf den sicheren Nicht-Abstiegsplatz, fällt es aber zunehmend schwer, nicht jede Partie als vorentscheidend anzusehen. „Gefühlt ist ja ohnehin seit Wochen jedes Spiel ein Endspiel“, sagt Spielertrainer André Walica. Heißt: Man ist den Druck ja inzwischen gewohnt und nimmt ihn überhaupt nicht mehr als solchen wahr.

"Wir müssen den Mund abwischen und weitermachen."

André Walica, Spielertrainer des 1. FC Bruchsal

Nun ist das Duell an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) im Städtischen Stadion gegen den 1. Göppinger SV aber doch ein besonderes. Denn es ist das letzte Nachholspiel für die Bruchsaler. Weil drei der vier Konkurrenten im Abstiegskampf am Mittwochabend nicht spielen, ist es die große Chance, den Abstand zum rettenden Ufer deutlich zu verkürzen. Ab Donnerstag ist die Tabelle geglättet, dann wird sich zeigen, wie die Lage vier Partien vor Saisonende tatsächlich ist.

Die bittere 0:5-Niederlage vom Wochenende gegen Tabellenführer SGV Freiberg ist inzwischen verarbeitet. „Wir müssen den Mund abwischen und weitermachen“, hatte Walica schon direkt nach Spielende gesagt. 60 Minuten lang hatten die Barockstädter gut mitgehalten, sich dann aber angesichts der gegnerischen Übermacht etwas hängen lassen und noch drei Gegentreffer kassiert.

Im Heimspiel gegen Göppingen könnte dem 1. FC Bruchsal in die Karten spielen, dass die Gäste nicht gerade mit dem besten Lauf anreisen. Zuletzt kassierten die Schwaben drei Niederlagen in Folge. Zwar ist der 1. GSV noch Tabellendritter, Aufstiegschancen gibt es aber inzwischen keine mehr. Sich nur auf die Schwäche des Gegner zu verlassen, wird allerdings nicht reichen, das ist auch Walica bewusst.

„Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken berufen“, macht der Spielertrainer deutlich. Seine Bilanz ist mit elf Punkten aus sieben Spielen weiterhin gut. Kann die Mannschaft an die Leistungen aus den Partien vor dem Freiberg-Spiel anknüpfen, ist im Abstiegskampf noch viel möglich – auch wenn der Druck langsam höher wird.

 

Aufstellung

zum 28. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

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Medienmonitor

zum 28. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

 

Bruchsal. Wie groß der Frust bei den Spielern des 1. FC Bruchsal saß, manifestierte sich in einer Aktion von André Redekop kurz vor Spielende. Die Partie gegen den 1. Göppinger SV war beim Stand von 0:2 im Grunde verloren, da gingen Top-Torjäger Redekop die Nerven durch. Nach einem unnötigen Foul an der gegnerischen Grundlinie schleuderte der 26-Jährige dem Göppinger Verteidiger anstatt abzudrehen den Ball an den Rücken, sah für diese Dummheit folgerichtig die Rote Karte und wird seinem Team im Saisonendspurt der Fußball-Oberliga schmerzhaft fehlen. In den vier ausstehenden Partien müssen die Bruchsaler vier Punkte auf die Konkurrenz aufholen – ein fast aussichtsloses Unterfangen.

Am Ende zählen keine Statistiken, sondern nur die Tore.

André Walica, Trainer des 1. FC Bruchsal

Gegen Göppingen stand am Ende eine 0:3(0:1)-Niederlage, die wieder einmal vermeidbar gewesen wäre. Und bei Trainer André Walica reifte die Erkenntnis, dass „Pech und Unvermögen“ seinem Team das Leben im Oberliga-Abstiegskampf besonders erschweren. Von zweiterem hatten die Bruchsaler vor allem nach dem Seitenwechsel besonders viel, denn trotz Chancenwucher wollte der Ball einfach nicht ins Göppinger Tor.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 für die Gäste, die in der 20. Minute ihre einzige gute Chance durch Tyron Profis genutzt hatten, der einen Flachpass über die linke Seite, als die Bruchsaler Abwehr einmal nicht auf der Höhe war, über die Linie bugsierte. Doch spätestens als Maximilian Ziesche mit seiner Roten Karte nach einer Unsportlichkeit dem 1. FC einen Gefallen getan hatte (44.), war Walicas Team im Spiel.

Mit Dauerdruck kam der Tabellen-18. aus der Kabine. Zunächst schoss Albin Sahiti nach einem tollen Querpass von Redekop ans Außennetz (52.), in der 57. Minute unterlief dem Göppinger Spielführer Royal-Dominique Fennell beinahe ein Eigentor. Völlig irre wurde es bei der anschließenden Ecken-Serie, als zunächst Berecko und Sailer mit dem Kopf scheiterten und beim dritten Eckball in Folge Sahitis Schuss in letzter Sekunde geblockt wurde.

„Am Ende zählen keine Statistiken, sondern nur die Tore“, stellte der ernüchterte Walica fest. „Und so verliert du ein Spiel 0:3, das du eigentlich auch 3:0 gewinnen kannst.“ Sein Team lief weiter an, doch das Glück fehlte völlig. Ein Schuss von Redekop landete am Pfosten (60.), was dessen Frustrationslevel erhöhte. Dann scheiterte Patrick Berecko mit einem Kopfball am Torhüter (68.).

Ganz anders lief es bei den Göppingern. Hatte Bruchsals Keeper Cuyler Rockwell Adams bei einem Konter in der 61. Minute noch gut geklärt, war er chancenlos, als Chris Loser per Flachschuss aus 25 Metern trocken zum 2:0 traf (79.). Für den Schlusspunkt sorgte in der Nachspielzeit Gentian Lekaj, als sich das Heimteam bereits aufgegeben hatte – und Redekop schon in der Dusche verschwunden war.

1. FC Bruchsal: Adams, Neicu, Berecko, Schongar, Sailer, Bulut (74. Durst), Bediako (74. Ivan), Peric (60. Hajeck), Vella (60. Muto), Sahiti, Redekop.

Schiedsrichter: Woldai (Bonlanden), Zuschauer: 100, Tore: 0:1 Profis (20.), 0:2 Loser (79.), 0:3 Lekaj (90.+2).

Rote Karten: Ziesche (44., Göppingen), Redekop (82., Bruchsal, beide Unsportlichkeit).

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