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26.Spieltag

Sa, 26.03.2022 | 15:30

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Redekop (06.)

Durst (11.)

Schwarzer (26., 74.)

Mutlu (45.)

Vazquez /52.)

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Vorbericht

zum 26. Spieltag gegen die Spfr Dorfmerkingen

Bruchsal (nbb). Am Tag nach der bitteren 2:4(1:1)-Niederlage beim Abstiegskonkurrenten SV Linx war Trainer Mirko Schneider noch immer bedient. Wie schon beim 1:7 vor knapp zwei Wochen gegen den Freiburger FC hatte der Fußball-Oberligist 1. FC Bruchsal auch am Mittwoch in Halbzeit zwei unerklärlich stark abgebaut. „Man hat gesehen, dass bei Linx eine gewisse Qualität auf dem Platz gestanden hat“, räumte Schneider jedenfalls ein. Das müsse man dann auch einmal so anerkennen. „Das Spiel war jedenfalls so schnell weg, so schnell konnte ich von außen gar nicht mehr reagieren“, erinnerte sich der Büchenauer. Außerdem sah sich Schneider in seiner Aussage zum Spiel falsch verstanden: Denn nicht der SV Linx war schlecht, sondern das diffuse Flutlicht, das er moniert hatte. Das war allerdings keineswegs sein größtes Problem.

Schließlich hat sich die kritische Situation des 1. FC Bruchsal in der Oberliga auf Rang 18 durch die Niederlage nicht verbessert. Im Gegenteil. Für Schneiders Mannschaft gilt es nun, am Samstag (15.30 Uhr) gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen den ersten Schritt in Richtung Lösung einer Aufgabe zu finden, die durch die Niederlage beim SV Linx ungleich schwerer gewordenen ist. Überholen können die Bruchsaler den Tabellensechzehnten jedenfalls nicht, mit einem Sieg Anschluss finden dagegen schon.

„Es ist allerdings schwer, ein klares Handbuch für den Weg zum Klassenerhalt zu erstellen. Denn unsere Probleme sind hoch komplex“, betonte Schneider. Der FCB-Trainer zog es daher vor, sich auf eine gute Regeneration zu fokussieren und den ein oder anderen wieder aufzubauen.

Vor allem aber wollte Schneider herausfinden, wer denn die geeignetsten Kandidaten für das wichtige Spiel gegen Dorfmerkingen sein könnten. Denn neben den ohnehin angeschlagenen André Walica und Dragan Peric meldeten nach der Partie in Linx auch Roman Hajeck (Leistenprobleme) und Marcel Gessel (Knöchelprellung) zumindest Bedenken für den Samstag an.

 

Aufstellung

zum 26. Spieltag gegen die Spfr Dorfmerkingen

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Medienmonitor

zum 26. Spieltag gegen die Spfr Dorfmerkingen

Bruchsal. Müsste man das Stichwort „Gebrauchter Tag“ für einen Lexikoneintrag zusammenfassen, die 2:4(2:2)-Niederlage des 1. FC Bruchsal gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen würde sich bestens als Definition anbieten. Eine verspielte 2:0-Führung, ein verschossener Elfmeter, ein mehr als unnötiger Platzverweis, dazu die Verletzungen der Torschützen André Redekop und Lukas Durst – bei den Bruchsalern kam am Samstag alles zusammen, was sich kein Trainer wünschen kann.

Es ist einfach das alte Problem, dass wir zu schlecht verteidigen.

Mirko Schneider, Trainer 1. FC Bruchsal

Über allem stand für Mirko Schneider, den Coach des Fußball-Oberligisten, aber die bittere Erkenntnis, dass auch die sportliche Leistung nicht ausreicht, um in der Oberliga zu bestehen. „Wir haben jetzt von vier Duellen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf drei verloren“, bilanzierte Schneider, „das ist in unserer Situation einfach zu wenig.“ Der Abstand zum rettenden Ufer ist inzwischen auf sieben Punkte angewachsen.

Dabei hatte die Partie gegen die Sportfreunde aus Dorfmerkingen perfekt begonnen. Redekop schloss eine Einzelaktion in der sechsten Minute überlegt mit einem Flachschuss in die linke Torecke zum 1:0 ab. Kurz darauf war es Durst, der nach einem schlecht geklärten Eckball volley und mit viel Risiko zum 2:0 nachlegte (12.). Der 1. FC Bruchsal schöpfte wieder Hoffnung im Abstiegskampf. „Unser Plan, den Gegner mit einem 3-4-3 früh unter Druck zu setzen, ist voll aufgegangen“, so Schneider.

Doch unerklärlicherweise setzte sein Team nicht nach und ließ den Gegner wieder ins Spiel kommen. So etwa in der 25. Minute, als Patrick Berecko zunächst noch einen Schuss von Daniel Nietzer von der Linie klären konnte. Den Abpraller nutzte dann aber Onur Mutlu, den kein Bruchsaler angriff, zum Anschlusstreffer.

Nachdem es das Heimteam bei einer Doppelchance von Durst und Marcel Gessel verpasste, den alten Abstand wiederherzustellen (35.), war es Bruchsals Torhüter Oliver Nell, der mit gleich zwei überragenden Paraden den Ausgleich verhinderte (37.). Fällig war das 2:2 dann aber doch noch vor der Pause. Wieder stand die FCB-Verteidigung zu weit weg vom Gegner, dies nutzte erneut Mutlu, der in der 44. Minute unbedrängt über die gesamte Abwehr hinweg zum Gleichstand abschloss.

Knüppeldick für den 1. FC Bruchsal kam es dann nach dem Seitenwechsel. Zunächst stand der ehemalige KSC-Spieler Marc Gallego nach einer Flanke mutterseelenallein im gegnerischen Strafraum und traf mit einem feinen Heber zum 3:2 für die Sportfreunde (52.). Sieben Minuten später ließ Kapitän André Walica die Riesenchance zum Ausgleich liegen, als er bei einem an Dragan Peric verursachten Elfmeter an Keeper Christian Zech scheiterte. Und kurz darauf holte sich Gessel bei einem unnötigen Foul die Gelb-Rote Karte ab (62.). „Ich weiß nicht, wie man in dieser Situation so blöd hingehen kann“, monierte Schneider. Für die Entscheidung sorgte schließlich Dorfmerkingens Spielführer Nietzer, als er die gesamte Bruchsaler Abwehr stehenließ und zum 4:2 einschob (73.). Im Anschluss daran mussten sich die Barockstädter bei Torhüter Nell bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

„Es ist einfach das alte Problem, dass wir zu schlecht verteidigen“, zog Schneider Bilanz. Dorfmerkingen habe zunächst nur mit langen Bällen auf Gallego gearbeitet. „Ich habe zu meinen Spielern gesagt: Wenn das reicht, um hier zu gewinnen, dann reicht es bei uns einfach nicht“, sagte der Trainer. In der Oberliga scheint der Zug in Richtung Klassenverbleib inzwischen so gut wie abgefahren und dennoch gilt es jetzt, die Niederlage schnell aus den Knochen zu schütteln. Denn am Mittwoch (19 Uhr) wartet für die Bruchsaler das wohl wichtigste und auch lukrativste Spiel der Saison. Im Halbfinale des Verbandspokals geht es zum Landesligisten FC Türkspor Mannheim.

1. FC Bruchsal: Nell, Neicu (53. Vella), Schongar, Walica, Berecko, Sailer, Durst (68. Sahiti), Gessel, Peric (75. Stjepanovic), Redekop (44. Bulut), Ivan.

Schiedsrichter: Zanke (Bauschlott); Zuschauer: 150; Tore: 1:0 Redekop (6.), 2:0 Durst (12.), 2:1 Mutlu (25.), 2:2 Mutlu (45.), 2:3 Gallego (52.), 2:4 Nietzer (73.). Gelb-Rote Karte: Gessel (62., Bruchsal).

 
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