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25.Spieltag

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Sa, 19.03.2022 | 15:30

4

Andre Redekop (53.)

Albin Sahiti (56.)

Kadir Sefa Bulut (61.)

Andre Redekop (82.)

Eren Aygün (46.)

1

Vorbericht

zum 26. Spieltag gegen den TSV Ilshofen

Schneider erwartet nach Schlappe in Freiburg Reaktion seines Teams & eine starke Defensive als Basis

Bruchsal. Im Training unter der Woche war beim Oberligisten 1. FC Bruchsal „Back to the roots“ die oberste Devise in den Trainingseinheiten. Das 1:7-Debakel von Freiburg wurde beim Tabellen-18. in allen Einzelheiten detailliert aufgearbeitet, die Fehler von der Wurzel her besprochen. Coach Mirko Schneider forderte von seinen Spielern wieder und wieder die Grundlagen des Fußballsports ein. „Wir müssen die Defensive stärken, wir müssen unser Tor verteidigen, mit allem was wir haben. Wir müssen uns wieder in das Spiel hineinkämpfen und mit aller Macht versuchen, die Partie zu gewinnen“, sagte der Büchenauer.

Von seiner Mannschaft will er am Samstag gegen den TSV Ilshofen (15.30 Uhr) vor allem eines sehen: „Eine klare Reaktion.“ Denn eines ist für ihn gegen den einen Rang schlechter platzierten Abstiegskonkurrenten schon vor dem Anpfiff sicher: „Bei allem wie, wer, wo, was, wieso, weshalb und warum hilft uns nur ein Sieg. Und das wird gegen ein Team mit dem Rücken zur Wand nur über diese Eigenschaften gelingen.“

Ob er personelle Konsequenzen aus der Schlappe ziehen will oder kann, darüber ist sich Bruchsals oberster Übungsleiter noch nicht im Klaren. „Die Reservisten, die in Freiburg reingekommen sind, haben sich dort auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, betont er. Unzufrieden zu sein sei die eine Sache. Eine solche Partie sei mit Sicherheit auch undankbar. „Aber man kann eben trotzdem anzeigen, dass man bereit ist, seinen Hintern auch zu bewegen. Und sich so für die nächste Woche aufdrängen“, stellte er klar. So muss Schneider gut abwägen, wem er gegen Ilshofen sein Vertrauen schenken soll.

Allzu groß wird die Auswahl allerdings ohnehin nicht ausfallen. Denn erneut gilt es Rückschläge wegzustecken. Zum einen, weil Mannschaftskapitän André Walica wie erwartet wegen einer Adduktorenzerrung ausfallen wird. Zum anderen, weil Stürmer Lukas Durst aufgrund beruflicher Verpflichtungen passen muss. Und auch die Corona-Quarantäne von Verteidiger Patrick Berecko ist noch nicht vorüber. Auch hinter Dragan Peric und Marcel Gessel stehen noch kleine Fragezeichen. „Es hilft ja nichts. Es sind Spieler, die ich dringend brauche. Von daher hoffe ich, dass es bei ihnen am Samstag gehen wird“, sagt Schneider. Stürmer Maurizio Vella verpasste zwar die Trainingseinheiten unter der Woche, steht aber am Samstag wohl wieder im Aufgebot.

Nach der Heimniederlage gegen 1. FC Rielasingen-Arlen (1:2), als alle Konkurrenten außer dem 1. FC Bruchsal dreifach punkteten und der Klatsche beim Freiburger FC drei Tage später, die zusätzlich noch die Tordifferenz ruinierte, haben seine Männer nach Schneiders Ansicht eigentlich nur eine Option, sich aus dem Tabellenkeller nach oben zu arbeiten: „Wir müssen uns auf Ilshofen fokussieren. Die müssen wir schlagen. Weil, wenn wir das nicht schaffen, dann wird es ja noch schwerer“, sagte er. Denn auch Ilshofen sitzt dem FCB mit nur zwei Punkten Rückstand im Nacken.

Natürlich gebe es auch die Möglichkeit, noch gegen andere Mannschaften drei Punkte zu gewinnen. Und der FCB habe die auch schon oft eingefahren, wo keiner damit gerechnet habe. „Aber das bringt eben alles nichts, wenn man dafür gegen die anderen Mannschaften, gegen die man gewinnen müsste, nichts reinholt“, sagte er.

Wackelkandidat: Hinter dem Einsatz von Marcel Gessel (rechts, links davon Mohamed Amelhaf) im Spiel des 1. FC Bruchsal gegen den TSV Ilshofen steht noch immer ein kleines Fragezeichen.

 

Aufstellung

zum 06. Spieltag gegen den TSV Ilshofen

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Medienmonitor

zum 06. Spieltag gegen den TSV Ilshofen

Bruchsal. Für sieben Minuten hatte der 1. FC Bruchsal im richtungsweisenden Abstiegsduell der Fußball-Oberliga gegen den TSV Ilshofen mit dem Rücken zur Wand gestanden. Ilshofens Eren Aygün hatte zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gerade die Führung für die Gäste erzielt. Der FC hing kurz in den Seilen, er wankte. Doch er fiel nicht. Binnen zehn Minuten drehte der Tabellen-18. am Samstag die Partie, gewann am Ende mit 4:1 (0:0) und verhinderte so einen noch tieferen Fall in den Tabellenkeller. „Vielleicht haben wir das in dem Moment gebraucht. Komischerweise müssen wir immer erst ein Gegentor bekommen, damit wird selbst treffen“, sagte Verteidiger Benjamin Sailer.

"Vielleicht haben wir das in dem Moment gebraucht."

Mirko Schneider über das Gegentor zum 0:1

Nicht, dass das Team von Trainer Mirko Schneider sich in der ersten Hälfte keine Chancen herausgespielt hätte. Doch wurden diese gleich reihenweise vergeben. „Man merkt den Druck. Ich denke, das ist auch insgesamt der Situation geschuldet. Da kommt eines zum anderen. Und dann machen wir diese einfachen Fehler“, sagte der FCB-Coach mit Blick auf den Gegentreffer. Doch nach kurzem Schockmoment schüttelte sich Schneiders Team. Und hatte das Glück des Tüchtigen, dass es durch Stürmer André Redekop in der 53. Minute zeitnah den Ausgleichstreffer markieren konnte. „Das war heute ein bisschen der Dosenöffner“, so Schneider. Denn danach agierte Bruchsal sichtlich befreit und agierte mit deutlich erhöhtem Selbstbewusstsein. Der Führungstreffer durch Albin Sahiti (57.), bereits vier Minuten später, brachte Bruchsal dann richtig in Fahrt. Im Mittelfeld rackerte der unermüdliche Marcel Gessel. „Wir können kicken. Wir trauen es uns zwar manchmal nicht, aber es war heute wichtig, diesen Sieg einzufahren. Egal ob 1:0 oder 4:1“, sagte er. Das 3:1 durch Sefa Bulut (62.), das weitere fünf Minuten später folgte, war da schon längst nicht mehr unverdient. Hinten sorgte derweil Sailer auf der ungewohnten Innenverteidiger-Position gemeinsam mit Tobias Schongar dafür, dass Ilshofens Angriffe zumeist ins Leere liefen. „Benjamin hat das aus meiner Sicht hervorragend gemacht. Das gibt auch mir wieder Mut, dass die Jungs, die in die Bresche springen müssen, ihre Sache auch sehr gut machen“, sagte Schneider „Tatsächlich habe ich das bei der U21 in Sandhausen schon öfter gespielt“, verriet Sailer.

Den Schlusspunkt setzte erneut Redekop (82.). Schneiders Gedanken kreisten da schon um die Partie beim SV Linx am Mittwoch (19 Uhr). „Wenn wir ehrlich sind, müssen wir da irgendwie gewinnen“, sagte er. Am Ende brauche es drei Punkte, um der Abstiegszone irgendwann entrinnen zu können. „Und mir ist dabei auch total egal, ob das Spiel schön aussieht. Vielleicht hilft es uns aber dort, dass wir heute diesen Rückstand gedreht haben. Es wäre schön, dies einmal ohne einen solchen Rückstand hinzukriegen“, so der Wunsch des FCB-Coachs an sein Team, das in Linx ohne Dan-Emilian Neicu auskommen muss. Er sah drei Minuten vor dem Ende wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte.

1. FC Bruchsal: Nell – Neicu, Gessel, Muto (78. Bediako), Redekop, Peric (72. Vella), Bulut, Schongar, Hajeck (85. Ivan), Sahiti (82. Durst), Sailer.

Schiedsrichter: Mattern (Mannheim), Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Aygün (47.), 1:1 Redekop (53.), 2:1 Sahiti (57.), 3:1 Bulut (62.), 4:1 Redekop (82.). Gelb-Rote Karte: Neicu (87./Bruchsal).

 
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