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24.Spieltag

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Sa, 12.03.2022 | 13:45

7

Fries (05.)

Mourad (43., 47., 59.)

Eggert (64., 80., 85.)

Dragan Peric (40.)

1

Vorbericht

zum 25. Spieltag gegen den Freiburger FC

 

Bruchsal. Die Serie des 1. FC Bruchsal in der Oberliga ist gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen gerissen. Die Mannschaft von Trainer Mirko Schneider blieb am Mittwochabend mit 1:2 (0:2) zum ersten mal nach fünf Spielen ohne Punkte. Eine bittere Niederlage, denn die direkten Konkurrenten Freiburger FC (4:2 gegen den 1. CfR Pforzheim), SV Linx (3:3 beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen) und selbst Verfolger Spfr. Dorfmerkingen (3:2 gegen Astoria Walldorf II) punkteten ausnahmslos. Bruchsal dagegen rutschte an diesem schwarzen Mittwoch auf Rang 18 ab.

Wir haben das Spiel heute eindeutig in der ersten Halbzeit verloren.

Mirko Schneider Trainer 1. FC Bruchsal

„Wir haben das Spiel heute eindeutig in der ersten Halbzeit verloren“, resümierte Trainer Mirko Schneider nach der Partie. Die Gäste wollten von Beginn an keine Zweifel aufkommen lassen, wer vor rund 60 frierenden Zuschauern das spielerisch bessere Team im Städtischen Stadion war. Nach drei Minuten eröffnete Rielasingens Kapitän Tobias Bertsch die Anfangsoffensive der Elf vom Bodensee.

Dominik Compagnucci Almeidas 20-Meter-Kracher (7.) rettete Bruchsals Keeper Oliver Nell gerade noch so aus dem linken Toreck. Auch Brijan Ibrahimi (16.) vergab anschließend freistehend per Kopf in die Arme von Nell. Den ersten Nackenschlag für den FCB verursachte dann David Stjepanovic (34.), der Rielasingens Laurin Tost im Strafraum zu Fall brachte. „Der Gegner steht mit dem Rücken zum Tor und wir knallen ihm auf die Haxen“, kritisierte Schneider. Der Gefoulte verwandelte unhaltbar für Nell im linken Toreck.

Rielasingen entwickelte weiter viel Druck. Vor allem über den linken Flügel, auf dem Nathan Malonga wirbelte. Doch auch die Bruchsaler versuchten sich ins Spiel zu beißen. Roman Hajecks Lattentreffer in der 45. Minute war das erste Lebenszeichen und hätte um ein Haar den Ausgleichstreffer beschert. Im direkten Gegenzug angelte sich jedoch Malonga den Ball und erzielte in der Nachspielzeit frei vor dem chancenlosen Nell den zweiten Rielasinger Treffer.

Schneider ließ zur Halbzeit Stjepanovic in der Kabine und stellte um auf 3-4-3. „Wir wollten Angriffs-Pressing spielen, drauf gehen und über die Außen Druck entwickeln“, erklärte er später. Das brachte Bruchsal tatsächlich zurück ins Spiel. Der in der 67. Minute eingewechselte Winterneuzugang Cosmin-Marian Ivan erzielte nur wenige Sekunden später (68.) den Anschlusstreffer. „Da habe ich schon noch dran geglaubt, dass wir es noch zu einem Unentschieden bringen könnten“, räumt Schneider ein. Zumal Rielasingen ab der 64. Minute auf John Schmidtke verzichten musste, den sein Namensvetter John Bender wegen wiederholten Foulspiels vom Platze stellte. „Am Ende waren wir zu kompliziert oder zu ungenau. In anderen Situationen zu hektisch oder wir haben die falschen Entscheidungen getroffen“, so Schneider. Der 1. FC Bruchsal muss am kommenden Samstag beim Freiburger FC (13.45 Uhr) antreten.

1. FC Bruchsal: Merz – Stjepanovic (46. Bulut), Neicu, Gessel, Redekop (75. Sahiti), Peric, Durst, Walica, Schongar, Hajeck (67. Ivan), Vella.

Schiedsrichter: John Bender (Tübingen), Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Tost (Foulelfmeter), 0:2 Malonga (45.+1) , 1:2 Ivan (68.).

 

Aufstellung

zum 25. Spieltag gegen den Freiburger FC

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zum 25. Spieltag gegen den Freiburger FC

Medienmonitor

Freiburg (nbb). Die Rückfahrt des Fußball-Oberligisten 1. FC Bruchsal aus dem Breisgau geriet im Mannschaftsbus zu einer äußerst schweigsamen Veranstaltung. Trainer und Spieler suchten in sich gekehrt nach Erklärungen für die vorangegangene 1:7(1:2)-Auswärtspleite beim direkten Abstiegskonkurrenten Freiburger FC. „Ich muss sagen, mir fehlen die Worte», räumte ein betretener Trainer Mirko Schneider später ein. Zuvor hatte er vor allem in der zweiten Spielhälfte eine desolate Leistung seiner Elf gesehen, die ihm weitgehend die Sprache verschlug. „Wir haben die Offensive von Freiburg nie in den Griff bekommen“, lautete eine seiner wenigen, bitteren Erkenntnisse. Das sah auch Kapitän André Walica so. „Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gezeigt. Wir haben uns hängen lassen. Und das, wofür wir eigentlich stehen, als Mannschaft komplett vermissen lassen, nämlich Zweikämpfe führen und Mentalität zeigen“, fand der frühere Spieler der KSC-Amateure klare Worte.

"Jetzt müssen wir am Samstag die richtige Reaktion zeigen."

André Walica, Kapitän 1. FC Bruchsal

Dennoch gab sich der 30-jährige Verteidiger, der in der 63. Minute mit einer Adduktorenverletzung vom Platz musste, auch kämpferisch. „So etwas darf nicht passieren. Es ist uns aber passiert. Jetzt müssen wir am Samstag die richtige Reaktion zeigen“, forderte er. Vier Minuten länger als Walica hielt Stürmer Dragan Peric durch, der bereits beim Warmmachen Probleme bekommen hatte. Immerhin hatte er noch die schnelle Führung der Gastgeber durch Konstantin Fries (5.) in der 40. Minute egalisieren können. Doch nur drei Minuten hatte Hassan Mourad (43.) den alten Abstand wieder hergestellt.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Unheil jedoch erst richtig seinen Lauf. Schon kurz nach Wiederanpfiff war Mourad (47.) erneut zur Stelle und vollendete seinen Dreierpack dann in 59. Minute mit dem 4:1. Danach brachen beim 1. FC fast alle Dämme. Freiburgs Matthis Eggert (64./80./85.) nutzte seine Freiräume, um die Partie mit einem Hattrick vollends zum Debakel für die Bruchsaler zu gestalten.

1. FC Bruchsal: Nell, Neicu, Gessel, Ivan (47. Bulut), Muto, Redekop, Peric (67. Beladjel), Walica (63. Stjepanovic), Schongar, Hajeck, Vella.

Schiedsrichter: Huthmacher (Sigmaringen), Zuschauer: 150, Tore: 1:0 Fries (5.), 1:1 Peric (40.), 2:1 Mourad (43.), 3:1 Mourad (47.), 4:1 Mourad (59.), 5:1 Eggert (64.), 6:1 Eggert (80.), 7:1 Eggert (85.).

 
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