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23.Spieltag

Mi, 09.03.2022 | 19:00

1

Ivan (68.)

Tost (36.)

Malonga (45.+1)

2

Vorbericht

zum 24. Spieltag gegen den FC Rielasingen-Arlen

Bruchsal (nbb). Außergewöhnliche Euphorie, sagt Trainer Mirko Schneider, habe er im Training des 1. FC Bruchsal vor dem Spiel an diesem Mittwoch (19 Uhr) gegen den FC Rielasingen-Arlen nicht wahrgenommen. Dabei hätte sein Team, nunmehr seit fünf Pflichtspielen in der Fußball-Oberliga ungeschlagen, durchaus Grund zu ein bisschen mehr Freude und Lockerheit gehabt. „Aber das ist vielleicht auch gut so. Man verfällt dann gerne unterbewusst in eine gewisse Zufriedenheit und geht so vielleicht doch einen Schritt weniger, als man eigentlich sollte“, findet Schneider. Und das könne gefährlich werden.

1. FC Bruchsal möchte Serie gegen Rielasingen ausbauen

„Denn der 1. FC Bruchsal ist keine Mannschaft, die sich einfach darauf verlassen kann, dass sie eine enorme individuelle Qualität hat, die ihr auch in einem schlechten Spiel einmal aus der Patsche hilft“, sagt er. Deswegen müsse man eben wieder mindestens 101 Prozent Engagement raushauen. „Denn mit weniger wird es nicht reichen“, betont Schneider.

Dass der März ein wegweisender Monat für den Tabellen-17. werden kann, ist allen Beteiligten im Verein klar. Schließlich stehen Englische Wochen mit vielen Spielen gegen Teams aus der eigenen Tabellenregion an. „Aber jetzt fokussieren wir uns erst einmal auf Rielasingen“, sagt Schneider. Wer behaupte, das sei ein „schlagbarer Gegner“, dem empfiehlt Bruchsals Coach ein Blick auf die Tabelle. „Die gehören zum oberen Drittel und besitzen eine sehr spielstarke Mannschaft“, warnt er vor dem Tabellensiebten.

Schon das Hinspiel verloren die Bruchsaler, auf Kunstrasen zwar und durchaus knapp. Daher gilt es nach Ansicht Schneiders, gegen das Team vom Bodensee den Rasen im Städtischen Stadion umzugraben. Dass der nach einhelliger Meinung der bisherigen Gästetrainer ohnehin schon in einem bedauernswerten Zustand ist, sieht Schneider allerdings nicht unbedingt als Vorteil des 1. FC Bruchsal. „Wir wollen durchaus auch einen schönen Ball spielen. Es ist ja nicht so, dass bei uns nur Holzfüße auf dem Platz stehen, bei denen es egal ist, ob unterwegs mal ein Maulwurfshügel dazwischenkommt“, sagt er.

Schneiders Aufstellung werden die kommenden Wochen noch nicht beeinflussen. Wohl aber die leichte Zerrung bei Torhüter Yannick Merz, weswegen Oliver Nell zwischen den Pfosten wieder als gesetzt gilt. Außerdem fehlt Benjamin Sailer wegen eines positiven Corona-Tests aus. Welches weitere Personal Schneiders Matchplan umsetzen soll, will er noch mit seinem Trainerteam ausdiskutieren. Eines scheint aber klar: Die Fünferkette, die zuletzt Pforzheims Stürmer verzweifeln ließ, wird gegen Rielasingen wohl nicht erneut zum Zug kommen.

 

Aufstellung

zum 04. Spieltag gegen den CfR Pforzheim

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Medienmonitor

zum 24. Spieltag gegen den FC Rielasingen-Arlen

 

Bruchsal. Die Serie des 1. FC Bruchsal in der Oberliga ist gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen gerissen. Die Mannschaft von Trainer Mirko Schneider blieb am Mittwochabend mit 1:2 (0:2) zum ersten mal nach fünf Spielen ohne Punkte. Eine bittere Niederlage, denn die direkten Konkurrenten Freiburger FC (4:2 gegen den 1. CfR Pforzheim), SV Linx (3:3 beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen) und selbst Verfolger Spfr. Dorfmerkingen (3:2 gegen Astoria Walldorf II) punkteten ausnahmslos. Bruchsal dagegen rutschte an diesem schwarzen Mittwoch auf Rang 18 ab.

Wir haben das Spiel heute eindeutig in der ersten Halbzeit verloren.

Mirko Schneider Trainer 1. FC Bruchsal

„Wir haben das Spiel heute eindeutig in der ersten Halbzeit verloren“, resümierte Trainer Mirko Schneider nach der Partie. Die Gäste wollten von Beginn an keine Zweifel aufkommen lassen, wer vor rund 60 frierenden Zuschauern das spielerisch bessere Team im Städtischen Stadion war. Nach drei Minuten eröffnete Rielasingens Kapitän Tobias Bertsch die Anfangsoffensive der Elf vom Bodensee.

Dominik Compagnucci Almeidas 20-Meter-Kracher (7.) rettete Bruchsals Keeper Oliver Nell gerade noch so aus dem linken Toreck. Auch Brijan Ibrahimi (16.) vergab anschließend freistehend per Kopf in die Arme von Nell. Den ersten Nackenschlag für den FCB verursachte dann David Stjepanovic (34.), der Rielasingens Laurin Tost im Strafraum zu Fall brachte. „Der Gegner steht mit dem Rücken zum Tor und wir knallen ihm auf die Haxen“, kritisierte Schneider. Der Gefoulte verwandelte unhaltbar für Nell im linken Toreck.

Rielasingen entwickelte weiter viel Druck. Vor allem über den linken Flügel, auf dem Nathan Malonga wirbelte. Doch auch die Bruchsaler versuchten sich ins Spiel zu beißen. Roman Hajecks Lattentreffer in der 45. Minute war das erste Lebenszeichen und hätte um ein Haar den Ausgleichstreffer beschert. Im direkten Gegenzug angelte sich jedoch Malonga den Ball und erzielte in der Nachspielzeit frei vor dem chancenlosen Nell den zweiten Rielasinger Treffer.

Schneider ließ zur Halbzeit Stjepanovic in der Kabine und stellte um auf 3-4-3. „Wir wollten Angriffs-Pressing spielen, drauf gehen und über die Außen Druck entwickeln“, erklärte er später. Das brachte Bruchsal tatsächlich zurück ins Spiel. Der in der 67. Minute eingewechselte Winterneuzugang Cosmin-Marian Ivan erzielte nur wenige Sekunden später (68.) den Anschlusstreffer. „Da habe ich schon noch dran geglaubt, dass wir es noch zu einem Unentschieden bringen könnten“, räumt Schneider ein. Zumal Rielasingen ab der 64. Minute auf John Schmidtke verzichten musste, den sein Namensvetter John Bender wegen wiederholten Foulspiels vom Platze stellte. „Am Ende waren wir zu kompliziert oder zu ungenau. In anderen Situationen zu hektisch oder wir haben die falschen Entscheidungen getroffen“, so Schneider. Der 1. FC Bruchsal muss am kommenden Samstag beim Freiburger FC (13.45 Uhr) antreten.

1. FC Bruchsal: Merz – Stjepanovic (46. Bulut), Neicu, Gessel, Redekop (75. Sahiti), Peric, Durst, Walica, Schongar, Hajeck (67. Ivan), Vella.

Schiedsrichter: John Bender (Tübingen), Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Tost (Foulelfmeter), 0:2 Malonga (45.+1) , 1:2 Ivan (68.).

 
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