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21.Spieltag

Sa, 26.02.2022 | 14:00

2

M. Mägerle (44.)

Y. Eitelwein (51.)

2

Dragan Peric (72.)

Lukas Durst (78.)

Vorbericht

zum 02. Spieltag gegen die SUN

Bruchsal (nbb). Beim traditionellen „Pre-Match-Dinner“ des Oberligisten 1. FC Bruchsal, am Donnerstagabend von den Torhütern ausgerichtet, konnte man auf einen zuversichtlichen Trainer Mirko Schneider treffen. Zwar tummeln sich die Bruchsaler nach wie vor auf einem Abstiegsrang. Doch der Sieg im Nachholspiel gegen den FC 08 Villingen hat vor der Partie am Samstag gegen Sport-Union Neckarsulm (14 Uhr) auch im Trainerteam das positive Denken wieder frisch befeuert.

Nicht ohne Grund: „Zum einen, haben wir beim kommenden Gegner schon öfter gewonnen. Zum anderen sind wir, jahresübergreifend seit drei Spielen ungeschlagen und waren am vergangenen Wochenende erneut gegen ein Topteam erfolgreich“, erklärte der 46-jährige Büchenauer. Seine Mannschaft sei gefühlt wieder in der Lage, gegen viele Mannschaften in der Oberliga zu punkten. „Nicht gegen jede vielleicht. Aber wenn wir unbequem sind, wenn wir arbeiten und auch taktisch diszipliniert sind, sind wir dazu in der Lage“, betonte er.

Eine erneute Schlacht auf holprigem Geläuf wie gegen Villingen am vergangenen Wochenende, kann sich seine Mannschaft bei den Neckarschwaben aber nicht liefern. „Das Spiel wird auf Kunstrasen stattfinden. Wahrscheinlich in der Hoffnung begründet, dass sie dort ihre spielerischen Stärken mehr zum Tragen bringen können als auf einem tiefen Rasen“, vermutet Schneider. Aus diesem Grund hat der FCB-Coach auch das Abschlusstraining seines Teams am Donnerstag auf den Kunstrasenplatz verlegt.

Für seine Mannschaft gelte es, vor allem gut zu verteidigen und nach vorn „die berühmten Nadelstiche“ zu setzen. Personell muss Schneiders Elf einen kleinen Rückschlag wegstecken. „Am Montag hat sich Sefa Bulut im Training nach einem Zusammenprall am Sprunggelenk verletzt“, berichtet Bruchsals Trainer. Ob der 22-Jährige doch noch auf der Bank sitzen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Zurückgekehrt ins Training ist am Dienstag Salvatore Muto. Eine Option für die Startelf ist er aber nicht.

Ohnehin wird sich an der Startaufstellung des 1. FC Bruchsal wohl nicht viel ändern. „Ich bin ein großer Freund davon, einer erfolgreichen Mannschaft erneut das Vertrauen zu schenken“, verrät Schneider. Trotz des momentanen Laufs der Bruchsaler hält er es für angebracht, demütig zu bleiben. „Wir wollen die Kirche im Dorf lassen.“ Grund für falsche Bescheidenheit gebe es aber auch nicht. „Wir haben auch einige gute Argumente parat, warum wir uns nicht verstecken müssen“ sagte er.

 

Aufstellung

zum 22. Spieltag gegen die SUN

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Medienmonitor

zum 02. Spieltag gegen die SUN

Neckarsulm (nbb). Der 1. FC Bruchsal ist auch von seinem ersten Auswärtsspiel nach der Winterpause nicht ohne Punktausbeute zurückgekehrt. Das 2:2 (0:1) auf dem Kunstrasenplatz der Sport-Union Neckarsulm half der Mannschaft von Trainer Mirko Schneider zwar nicht, in der Tabelle weiter in Richtung sichere Zone zu klettern. Nach Punkten jedoch konnte der auf Rang 17 abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist zum besserplatzierten Freiburger FC aufschließen.

Der 1. FC tat sich zunächst schwer auf dem künstlichen Untergrund. Neckarsulm dagegen zeigte sich sehr agil, veränderte häufig die Positionen und verhinderte so, dass Schneiders Elf einen vernünftigen Spielrhythmus entwickeln konnte. „Ich will das ja keinesfalls als Ausrede sehen. Aber ich finde, Oberliga-Fußball sollte einfach auf Rasen stattfinden“, kritisierte der FCB-Coach. Erst als sich die Halbzeitpause näherte, fand Bruchsal zu seinem Spiel. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt versenkte aber Neckarsulms Marc Mägerle (45.+1) nach einer Ecke das Spielgerät per Kopf im Kasten von Torhüter Oliver Nell.

Fußball-Oberligist gleicht nach 0:2-Rückstand noch aus

Ebenso unglücklich fiel dann der zweite Treffer für die Sport-Union. Nach einem Angriff über die linke Seite war es Yannick Eitelwein (50.), der in einen mäßig gefährlichen Kullerball hineinsprintete und diesen dann über die Linie drückte. „Das war wirklich unglücklich“, räumte Schneider ein, der danach sein Team auf zwei Positionen taktisch umstellte. „Wir haben gesagt, wir müssen mehr Risiko gehen und früher anlaufen“, erklärt er. Die neuen Vorgaben ihres Trainers setzten seine Spieler mit zunehmendem Erfolg um. Was auch daraus ersichtlich wurde, dass die Gastgeber nun ihrerseits zunehmend Fehler machten.

Wie schon beim Heimerfolg gegen den FC Villingen war es Dragan Peric, der die Wende zum Guten einleitete. Aus 13 Metern schweißte er den Ball per Dropkick links oben ins Lattenkreuz. „Danach waren wir voll drin“, sagte Schneider, der Zeuge wurde, wie sein Team die zweite Luft entwickelte und mutig Druck auf den Gegner aufbaute. Der Lohn dafür war der Ausgleichstreffer durch Lukas Durst in der 77. Minute, der am langen Pfosten goldrichtig stand.

Getragen von der neuen Leichtigkeit, schien für die Bruchsaler in Neckarsulm plötzlich selbst der Sieg noch im Rahmen des Möglichen. Doch Schiedsrichter Christopher Funk machte den Bemühungen ein jähes Ende, als er nach einem vermeintlich überharten Einsteigen von Stürmer André Redekop direkt die Rote Karte zückte. „In dem Moment fand ich das völlig überzogen. Er sprintet hin, will den Ball. Ja, er trifft ihn auch, aber es war ein Pressschlag“, sagt Schneider, der im Anschluss den Unparteiischen und dem Verband in seiner Stellungnahme auch das Videomaterial zur Verfügung stellte. „Wenn er tatsächlich gesperrt wird, trifft uns das hart. Denn er ist ein absoluter Qualitätsspieler“, sagte er.

1. FC Bruchsal: Nell, Berecko (45.+3 Redekop), Gessel, Peric, Durst, Walica, Schongar, Hajeck (83. Ivan), Vella, Sahiti (64. Neicu), Sailer.

Schiedsrichter: Funk (Ziegelhausen-Peterstal), Zuschauer: 180, Tore: 1:0 Mägerle (45.), 2:0 Eitelwein (50.), 2:1 Peric (71.), 2:2 Durst (77.), Rote Karte: Redekop (89.,Bruchsal).

 
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