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15.Spieltag

SA, 30.10.2021 | 14:00

3G ERFORDERLICH

6

Grüttner (16.)

Mauersberger (49.)

Sökler (66., 74., 87.)

Salz (89.)

1

Agbegniadan (45.+3)

Vorbericht

zum 15. Spieltag gegen die SGV Freiberg

Bruchsal (nbb). Den legendären, alten Koffer mit den besonderen Taktiken für besonderen Momente hat Mirko Schneiders Amtsvorgänger Hicham Ouaki nicht im Keller des 1. FC Bruchsal zurückgelassen. Braucht es auch nicht, denn der technikaffine FCB-Coach ist ohnehin ein Freund elektronischer Spielaufbereitung.

Während Schneider nach dem 1:0-Erfolg gegen Walldorf am vergangenen Freitag schon die ganze Woche Markierungspunkte auf seinem iPad hin und her schiebt, teilte sich die Mannschaft im Training in eine Regenrations- und eine Vollgasgruppe. Denn es gilt beim SGV Freiberg, den unangefochtenen Ligaprimus zu schlagen. „Die stellen, wenn man mal ehrlich ist, in diese Liga eine Klasse für sich dar“, räumte Schneider ein. In der Tat haben die Freiberger in den vergangenen fünf Partien nicht weniger als 24 Tore geschossen. „Das ist eine Mannschaft, die Regionalliga- wenn nicht Drittligaformat hat“, glaubt er. Doch davon soll sich seine Elf nicht beeindrucken lassen. Denn zu verlieren habe sie dort ohnehin nichts. „Wir wollen daher dort frech auftreten und ein wildes Spiel daraus machen“, lautet seine Grundidee.

Die nötige Courage dazu, so hofft Schneider, hat sich seine Mannschaft beim Sieg gegen Astoria Walldorf II geholt. Der habe einfach gut getan. „Es war ein schönes Gefühl für uns alle. Es hat uns gut getan, zu merken, dass wir auch noch gewinnen können. Er hat jedem ein Stück Glauben zurückgebracht“, erzählt er. Und das, fügt er noch hinzu, gegen eine Mannschaft, die mit einem Sieg selbst auf Platz zwei hätte stehen können. Etwaigen Zweiflern in den eigenen Reihen, versucht er die Sorge vor einem Debakel zu nehmen: „Das sind keine Außerirdischen. Wenn man ihnen auf den Schlappen rumsteht, sie nervt und pisakt und ihnen einfach die Lust am Fußballspielen nimmt, dann ist das der richtige Weg.“

Wie weit seine taktischen Überlegungen bereits fortgeschritten sind? Der FCB-Coach lässt sich nicht in die Karten schauen. „Wir werden uns nicht mit den Bus in den 16er stellen. Das wird gegen die nicht funktionieren. Irgendwann schlägt es ein“, verrät er dann doch. Auf schnelle Spieler will er setzen, um Freiberg mit guten Umschaltmomenten ein wenig den Spaß am schönen Spiel zu nehmen. „Das beinhaltet viel Laufarbeit, den Schweinhund zu überwinden und auch eine Menge Drecksarbeit zu machen. Solche Jungs brauchen wir am Samstag. Und dann hoffen wir, dass die einen schlechten Tag haben und noch ein bisschen Glück dazukommt“, sagt er. Dann müsse sein Team die angebotenen Chancen auch nutzen. „Wir müssen schauen, dass wir eins rein machen. Im Schnitt machen die vier, dann ist die Aufgabe, dass sie an dem Tag dann nur eins oder gar keins machen»„ sagt Schneider auch an die Adresse von Torhüter Oliver Nell, der wieder zurückkehren wird.

 

Aufstellung

zum 15. Spieltag gegen die SGV Freiberg

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Medienmonitor

zum 15. Spieltag gegen die SGV Freiberg

 

Freiberg (maw). Ergebnistechnisch war es ein Klassenunterschied. Und doch malte Mirko Schneider nach der deutlich 1:6(1:1)-Niederlage seines 1. FC Bruchsal gegen den Oberliga-Spitzenreiter SGV Freiberg nicht alles schwarz. „Wir können erhobenen Hauptes aus dem Spiel gegen einen qualitativ übermächtigen Gegner gehen“, fand der Coach.

Seine Fußballer hatten beim Klassenprimus am Neckar alles gegeben, die Niederlage sei deutlich zu hoch ausgefallen und spiegle nicht den Spielverlauf wider, so Schneider.

Besonders in der ersten Halbzeit waren die Bruchsaler auf Augenhöhe. Nach dem Gegentreffer des ehemaligen Regensburger Profis Marco Grüttner (16.) kamen die Gäste selbst zu guten Gelegenheiten. Nach einem Traumpass von Benjamin Sailer auf Albin Sahiti zögerte dieser einen Tick zu lange, so dass sein Schuss noch von der Torlinie geklärt werden konnte (21.).

In der 37. Minute war es dann Freibergs Keeper Sven Burkhardt, der einen Volleyschuss von Lukas Durst sensationell aus dem Winkel holte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam die Schneider-Elf dann aber doch zum verdienten Ausgleich. André Redekop fing beim Pressing einen Ball ab und bediente Komlan Agbegniadan, der keine Probleme hatte, zum 1:1 abzuschließen.

Knackpunkt nach dem Seitenwechsel war ein früher Gegentreffer durch Christian Mauersberger (49.), von dem sich die Bruchsaler nicht mehr erholen konnten, zumal Marcel Gessel mit einer Knieverletzung schon vor der Pause das Feld verlassen musste und bei der Konterabsicherung fehlte. Der hervorragend besetzte SGV Freiberg spielte nun seine Stärken aus und kam durch Konter zum 3:1 und 4:1, wobei der Torschütze jeweils Marcel Sökler hieß (66., 74.).

„Danach war die Messe gelesen und die letzten beiden Treffer waren deutlich zu viel“, fand Bruchsals Coach Schneider. Sökler machte in der 85. Minute seinen Hattrick perfekt. Für den Endstand sorgte schließlich Dominik Salz zwei Minuten vor dem Ende.

Für den weiter stark ersatzgeschwächten 1. FCB geht es nun darum, die letztlich doch deutliche Niederlage aus den Klamotten zu schütteln und auf der guten Leistung aus der ersten Halbzeit aufzubauen. Am kommenden Samstag kommt ein Name mit großer Vergangenheit in die Barockstadt, der in der Oberliga aber aktuell nur noch zum Mittelmaß gehört. Gegner des 1. FC Bruchsal ist um 14 Uhr der SSV Reutlingen. Es besteht die Chance, mit einem Sieg den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen.

1. FC Bruchsal: Nell, Schiek, Schongar (75. Bediako), Walica, Sailer, Durst, Sahiti (89. Stjepanovic), Redekop, Gessel (31. Muto, 78. Parker Pagna), Amelhaf, Agbegniadan.

 
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