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14. Spieltag

Fr, 22.10.2021 | 19:00

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Salvatore Muto (75.)

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Vorbericht

zum 14. Spieltag gegen den FC Astoria-Walldorf II

 

Bruchsal (nbb). Die Nachricht, die Torhüter Oliver Nell vom 1. FC Bruchsal am Donnerstag seinem Trainer Mirko Schneider zukommen ließ, konnte dem nur noch ein Achselzucken entlocken. Der 31-Jährige, der sich in den vergangenen Wochen als Stammkraft zwischen den Pfosten aufgedrängt hatte, kann an diesem Freitag im Städtischen Stadion gegen den FC Astoria Walldorf II (19 Uhr) wegen eines Infekts nicht auflaufen.

So bleibt das Verletzungspech den Bruchsalern auch in diesem Spiel treu. Selbst wenn der Tabellen-18. diesen neuerlichen Rückschlag voraussichtlich relativ gut kompensieren kann. Zumindest erfreute sich Bruchsals zweiter Ballfänger, Yannick März, vor dem Abschlusstraining noch bester Gesundheit. Nicht mit dabei sein kann Carsten Walther, dessen Erfahrung und Kampfgeist sich beim 0:3 im Stuttgarter Waldaustadion positiv bemerkbar gemacht hatten.

Dafür steht jedoch Stürmer Lukas Durst wieder zur Verfügung. Und auch Francis Bediako trainierte erstmals seit langem wieder mit, könnte vielleicht sogar schon eine Option für die Bank werden. „Wenn sein Knie keine Probleme macht, nehme ich ihn mit in den Kader“, versprach Schneider.

Neben den beiden Rückkehrern hofft der FCB-Coach auch, dass die Partie in Stuttgart seinen Spielern Rückenwind gegeben hat. Denn dort habe man sich so hineingekämpft, fand Schneider, dass man auch spielerisch immer wieder gute Aktionen zeigen konnte. „Und über dieses Selbstvertrauen, dass wir uns da geholt haben, finden wir vielleicht auch in einem Zweikampf gegen Walldorf den Mut, wieder nach vorne Fußball zu spielen“, hofft er. Dass das Spiel gegen den Tabellenfünften kein Zuckerschlecken werden wird, weiß auch Schneider. „Es ist für mich keine Überraschung, dass sie so weit oben stehen. Sie haben ihre Lehren aus der vergangenen Saison gezogen“, sagt er und verweist auf erfahrene Zugänge wie Nicolai Groß und Benjamin Hofmann.

Auch KSC-Leihspieler Marlon Dinger, der vergangene Saison noch in der Abwehr des 1. FC stand, hat es mittlerweile dorthin verschlagen. So hat die U23 der Walldorfer bereits 23 Punkte auf dem Konto gesammelt. Das sind ganze 15 Punkte mehr als Schneiders Elf. Und die muss mittlerweile schon acht Punkte zum rettenden Ufer gut machen.

 

Aufstellung

zum 14. Spieltag gegen den FC Astoria Walldorf II

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Medienmonitor

zum 14. Spieltag gegen den FC Astoria Walldorf II

 

Bruchsal. Wenn man Erleichterung beschreiben müsste – ein Blick ins Gesicht von Mirko Schneider hätte am Freitagabend gegen 20.50 Uhr gereicht. Dem Trainer des 1. FC Bruchsal stand selbige nämlich ins Gesicht geschrieben, als sein Team nach aufopferungsvollem Kampf den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Oberliga in trockenen Tüchern hatte.

"Nach der Pause war es dann die absolute Flucht nach vorne."

Mirko Schneider Trainer des 1. FC Bruchsal

Das 1:0 (0:0) gegen den FC Astoria Walldorf II war ein Erfolg des Willens, der neue Hoffnung im Abstiegskampf bringt. Mit nun elf Punkten ist die Ausbeute immerhin zweistellig, was Schneider aber mindestens genauso freute: „Es war der erste Zu-Null-Sieg in dieser Saison.“

Dabei musste Torhüter Yannick Merz, der für den kranken Oliver Nell ins Team rückte, am Ende gar nicht mehr entscheidend ins Geschehen eingreifen. Was an zaghaften Angriffen auf das Bruchsaler Tor zurollte, arbeitete die gesamte Mannschaft konzentriert und souverän weg.

Einige bange Minuten hatte der 1. FCB in der ersten Halbzeit zu überstehen. Nach starkem Start und Chancen von Oguzhan Dogancay (5.) und Komlan Agbegniadan (10.) ergaben sich für die Regionalliga-Reserve Räume, weil die Bruchsaler mit ihrem Angriffspressing ein hohes Risiko in Kauf nahmen. „Wir sind heute All-In gegangen“, bilanzierte auch Schneider nach der Partie. Weil Nicolai Groß im Trikot des FC Astoria aber zuerst bei einem Alleingang an Merz scheiterte (15.) und dann knapp über das Tor zielte (26.), blieben die Bruchsaler im Spiel. Eigene Gelegenheiten durch Agbegniadan (38.) und Schiek per Freistoß (41.) blieben aber ungenutzt.

„Nach der Pause war es dann die absolute Flucht nach vorne“, fasste Schneider die Marschroute nach dem Seitenwechsel zusammen. Unter Flutlicht nahm sein Team nicht nur den Kampf an, es war sogar spielerisch überlegen und kam zu besten Gelegenheiten. Zuerst setzte Agbegniadan einen Kopfball zu zentral, dann vergab der eingewechselte André Redekop nach einer Flanke von Marcel Gessel freistehend (65.).

Den Unterschied an diesem Freitagabend machte auch die Auswechselbank der Bruchsaler, die nach der Verletztenmisere der vergangenen Wochen unter anderem mit Lukas Durst und Mohamed Amelhaf wieder namhafter gefüllt war. Ein weiterer eingewechselter Akteur sorgte schließlich auch für die Erlösung. Nachdem Redekop ein weiteres Mal am Walldorfer Torhüter scheiterte, kam der Ball zu Salvatore Muto, der sich aus 25 Metern ein Herz fasste und den Ball – noch leicht abgefälscht – in der linken unteren Torecke versenkte (75.).

Trainer Schneider bezeichnete den souverän über die Zeit gebrachten Sieg anschließend als „überlebensnotwendig“. Dass der nächste Gegner Tabellenführer SGV Freiberg ist, war an diesem Abend erst einmal völlig egal.

1. FC Bruchsal: Merz – Schiek, Walica, Berecko, Sailer, Kias, Schongar (64. Muto), Gessel (88. Durst), Sahiti (74. Amelhaf), Dogancay (59. Redekop), Agbegniadan.

Schiedsrichter: Fimpel (Bad Wurzach), Zuschauer: 150, Tor: 1:0 Muto (75.).

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