cropped-SV-Oberachern_Logo_512px.png
Bruchsal-3.png

12. Spieltag

Sa, 09.10.2021 | 15:30

0

-

Durmus (62.)

Asam (83.)

2

Vorbericht

zum 12. Spieltag gegen den SV Oberachern

 

Bruchsal. Der Pokalerfolg gegen den 1.CfR Pforzheim (3:2 n.E.) vom vergangenen Dienstagabend war vielleicht genau das, was dem 1. FC Bruchsal in seinen Oberligaspielen den vergangenen Wochen noch fehlte. Gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft hatte der Kampfeswillen der Elf von Trainer Mirko Schneider zum Erfolgserlebnis geführt. Nach der 1:6-Klatsche in Nöttingen, räumt der FCB-Coach ein, sei das Balsam auf die Seele gewesen. „Dieses Spiel wird uns Auftrieb und Mut geben. Und es wird vielleicht auch einigen die Erkenntnis liefern, dass wir auch gegen ein solches Topteam in der Lage sind, zu null zu spielen“, sagte er am Donnerstag.

Wir brauchen die drei Punkte, egal wie.

Mirko Schneider 

Trainer des 1. FC Bruchsal

Damit dies künftig erneut funktionieren wird, das hat Schneider in den Teambesprechungen des Tabellen-17. seiner Mannschaft noch einmal mit deutlichen Worten eingeimpft, braucht es Spieler, die an einem Strang ziehen. So schwer dies mit 120 Pokal-Minuten in den Beinen auch fallen möge: „Am Samstag müssen wir die gleiche Energieleistung abrufen wie in Pforzheim. Wir brauchen die drei Punkte, egal wie“, sagt er.

Auch zwischen den Pfosten hat Schneider ein Zeichen gesetzt. Gegen den SV Oberachern wird erneut Oliver Nell die Nummer eins im Tor sein. „Er hat eine überragende Partie abgeliefert. Ich sehe keinen Grund, warum er nicht auch am Samstag spielen sollte“, erklärt der 45-Jährige. Auch mit der Leistung von Marcel Gessel, der in Pforzheim nach seiner Rotsperre in die Startelf zurückgekehrt war, ist Schneider mehr als einverstanden. „Er hat im Pokal Verantwortung übernommen und ist vorneweg marschiert“, lobt Bruchsals Trainer, der am Samstag (15.30 Uhr) auch wieder auf Lukas Durst und Max Kias setzen kann. Dann nämlich meldet sich mit dem SV Oberachern wieder ein Gegner auf Augenhöhe im städtischen Stadion zum Duell an. „Und da zählt nur ein Sieg, wenn wir im Kampf um den Klassenerhalt wenigstens etwas dabeibleiben wollen“, betont Schneider.

Denn bei den in der Tabelle zwei Punkte und zwei Plätze besser postierten Gästen hat Bruchsals Trainerteam einige Gefahrenherde ausgemacht. „Vor allem auf ihre drei Offensiven Nico Huber, Rais Awell und Cemal Durmus müssen wir aufpassen“, warnt Schneider. Zudem habe der Gegner immer gefährliche Szenen bei Standards. „Da haben sie vier große Kopfballspieler am Start“, erklärt er.

Auch Sportvorstand Michael Grub, der in Pforzheim zunächst eine Bierdusche und anschließend eine Sektdusche seiner Mannschaft einstecken musste, hat den glücklichen Pokalabend mittlerweile aufgearbeitet. „Wir dürfen uns jetzt mit Thema Pokal nicht mehr allzu lange aufhalten. Den Rest des Kalenderjahres müssen wir unser ganzes Augenmerk darauf richten, zu möglichst vielen Punkten zu kommen“, fordert er. Denn es gelte, den achtletzten Platz zu ergattern. Das bedeute, dass mehr als ein Drittel der Liga in diesem Jahr absteigen müsse. Ein Unding, wie Grub findet. „In ganz Europa gibt es in den ersten sieben bis acht Spielklassen keine einzige Liga, in der es sieben Absteiger gibt“, kritisiert er.

Die teilweise große Personalknappheit der ersten Wochen möchte Grub keinesfalls als hausgemacht sehen. „Wir haben mit 26 Spielern den aktuell den größten Kader der Vereinsgeschichte“, betont er. Doch: „Wenn acht Spieler verletzt sind und einer gesperrt, dann braucht es auch niemand zu verwundern, wenn der Trainer am Ende nur zwölf Feldspieler auf der Bank hat“, sagt er.

 

Aufstellung

zum 12. Spieltag gegen den SV Oberachern

SV Oberachern.png
 

Medienmonitor

zum 09. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

 

Bruchsal (nbb). Knut Kircher dürfte am Samstag die Spielleitung von Schiedsrichter John Bender gefallen haben. Weitgehend souverän führte der 25-Jährige aus dem schwäbischen Gromaringen das Oberligaduell 1. FC Bruchsal gegen den SV Oberachern, dem der ehemalige FIFA-Referee als „Schiedsrichter-Pate“ beiwohnte. Wie den restlichen der 230 Zuschauer des 0:2 (0:0) im Städtischen Stadion dürfte aber auch Kircher nicht entgangen sein, dass der 120-Minuten-Pokalfight vom Dienstag auf vielen Position der Elf von Trainer Mirko Schneider noch tief in den Knochen steckte.

"Die Runde ist noch lange nicht zu Ende."

Mirko Schneider, Trainer 1. FC Bruchsal

„Wir sind heute immer hinterhergerannt, sind nie richtig ins Spiel hineingekommen“, bilanzierte Trainer Mirko Schneider. Was der Tabellen-17. anbot, war zu Beginn der Partie von einem starken Wollen geprägt. Bereits nach zwei Minuten hatte Albin Sahiti, von Marcel Gessel hervorragend bedient, die große Chance den FCB in Führung zu bringen. Doch Sahitis Ball blieb an Gästekeeper Mark Redl hängen. Es entwickelte sich danach unter den Tabellennachbarn das erwartete Duell auf Augenhöhe, in dem Bruchsal in der 18. Minute durch André Redekop eine weitere Großchance vergab. Ein missratener Freistoß von André Walica (29.) leitete einen Konter der Oberacherner über den quirligen Rais Awell ein, an dessen Ende Benjamin Sailer per hochriskanter Grätsche klären konnte.

Während die beiden Akteure im Strafraum ohne Blessuren davonkamen, erwischte es Schiedsrichter-Assistent Marvin Schwoon an der Seitenlinie mit einem Muskelfaserriss. Die Partie musste für 15 Minuten unterbrochen werden, bis sich im Publikum ein Not-Ersatz mit der richtigen Lizenz gefunden hatte.

Nach 18 Minuten erzwungener Pause, fanden die Gastgeber nur noch schwer zurück in die Partie. Dem vermeintlichen Führungstreffer der Gäste nach einem Freistoß von Cemal Durmus zwei Minuten später, verweigerte der Unparteiische wegen einer Abseitsposition die Anerkennung. Im zweiten Anlauf fand Durmus (63.) dann aus 18 Metern die passende Lücke in der Bruchsaler Mauer und sein Ball den Weg ins linke untere Toreck. „Dass die Mauer so auseinandergeht, darf natürlich nicht passieren“, kritisierte Schneider. Bruchsal öffnete danach das Spiel. Doch für einen entscheidenden Impuls fehlte sichtlich die Kraft. In der 83. Minute dann war das Tempo, das Huber und Asam im Doppelpass anschlugen für Bruchsal endgültig zu hoch. Deren finalen Pass versenkte Benedikt Asam.

Nur vier Tage nach dem Pokalhoch von Pforzheim ist der 1. FC Bruchsal mit seiner achten Niederlage wieder unsanft auf dem harten Boden der Oberligarealität gelandet. „Aber die Runde ist noch lange nicht zu Ende“, gab sich Schneider weiter kämpferisch. „Wir sind jetzt im Abstiegskampf. Und da werden wir in jedes Spiel reingehen, als wäre es unser letztes“, erklärte er mit Blick auf die Partie beim Aufstiegskandidaten Stuttgarter Kickers am Samstag (14 Uhr).

1. FC Bruchsal: Nell - Kias (80. Walther), Berecko (81. Dogancay), Gessel, Redekop (65. Schongar), Amelhaf, Schiek, Walica, Agbegniadan, Sahiti (65. Muto), Sailer.

Schiedsrichter: John Bender (Gromaringen). Zuschauer: 220. Tore: 0:1 Huber (63.), 0:2 Asam (83.).

STREAMING ON-DEMAND.png