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9.Spieltag

Sa, 18.09.2021 | 14:00

4

Luca Piljek (18.)

 Gentian Lekaj (45.+1)

Royal-Dominique Fennell (52.)

Gentian Lekaj (84.)

André Walica (54.)

1

Vorbericht

zum 09. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

 

Bruchsal (nbb). Bereits einen Tag nach der Heimpleite gegen den FSV Bietigheim-Bissingen wirkt Trainer Mirko Schneider aufgeräumt. „Ich bin ja selten entspannt nach einer Niederlage“, räumt er ein. Nach dem Spiel vom Mittwochabend allerdings habe dieser Zustand trotz des deutlichen 0:4 nicht allzu lange angehalten, erzählt er. „Die Bewertung des Spiels war eine völlig andere als nach der 0:1-Niederlage in Dorfmerkingen, wo ich wirklich sauer auf die Leistung meiner Mannschaft gewesen bin“, erklärt der 45-jährige Büchenauer. Was er danach von seinen Spielern erwartet habe, sei ein Zeichen gewesen. Ein Zeichen, dass sie bereit seien, miteinander und vor allem auch für einander zu arbeiten. „Diesen Nachweis haben sie erbracht“, findet er.

Doch natürlich weiß auch der Coach des Tabellen-18., dass es auch in der Oberliga für Komplimente nun einmal keine Punkte gibt und der 1. Göppingener SV in den letzten drei Spiele als Sieger vom Platz ging. „Wir müssen also elf Leute finden, die noch so viel im Akku haben, dass wir dort gegenhalten können“, sagt der FCB-Coach mit Blick auf die Partie am Samstag (14 Uhr). „Göppingen ist eine Mannschaft, die man in Summe auch zu den Top fünf oder sechs Teams rechnen der Liga muss“, glaubt er.

Neben dem rotgesperrten Marcel Gessel bangt Schneider für das Spiel in Göppingen noch um den Einsatz von Komlan Agbégniadan. Auch in die anderen Akteure will er unter der Woche noch „hineinhören“, um im Bedarfsfall mehr als zwei Spieler von der Bank ins Rennen zu werfen. „Es bringt nichts, wenn ich alle, die ohnehin schon im roten Bereich sind, komplett kaputt mache. Um dann nächste Woche gegen Lörrach gar keinen mehr zu haben“, lautet seine Überlegung.

Das erste Teilziel muss daher nach Schneiders Ansicht sein, zur Halbzeit noch alle Optionen im Spiel zu haben. Das bedürfe einer großen Laufbereitschaft und den Mut, den Ball auch einmal nach vorne zu treiben. Gute Chancen habe es schließlich mit Ausnahme von Dorfmerkingen in jedem Spiel gegeben. „Aber selbst wenn wir nur eine einzige Chance hätten, dann müssen wir eben die reinmachen“, fordert er. Denn auch für einen hässlicher Sieg gebe es Punkte.

 

Aufstellung

zum 09. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

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Medienmonitor

zum 09. Spieltag gegen den 1. Göppinger SV

 

Göppingen (nbb). Eine sinnbildliche Szene des 1:4 (0:2) von des 1. FC Bruchsal beim 1. Göppinger SV, spielte sich am Samstagmittag neben dem grünen Oberligarasen ab. Während Trainer Mirko Schneider (Foto: Jan Prihoda) nach Bruchsals Anschlusstreffer zum 1:3 wie ein unruhiges Raubtier, hadernd, anfeuernd und dirigierend seine Coaching-Zone durchstreifte, tönte eine Zuschauerstimme aus dem Hintergrund der Auswechselbank: „Trainer, des kannsch Du Dir heut spare.“ Was der Göppinger Fan so treffend in einen einzigen Satz verpackt hatte, führte in letzter Konsequenz dazu, dass der 1. FCB mit fünf Punkten und sechs Niederlagen nun bis auf Platz 19 der Tabelle durchgereicht wurde.

Einen Mangel an Willen allerdings müssen sich die Bruchsaler indes an diesem Tag nicht nachsagen lassen. Allein die Qualität, die sie auf den Platz brachten, war sichtlich nicht dazu geeignet, einen nur durchschnittlichen aufspielenden Fußball-Oberligisten des vorderen Ligadrittels in ernsthafte Bedrängnis zu bringen.

„Das war kein Spiel, das 4:1 für Göppingen hätte ausgehen müssen“, sah Schneider bis zum Wechsel spielerisch eine ausgeglichenes Partie. Gegen diese These sprach allerdings, dass sich Bruchsals rechte Defensivseite in der ersten Hälfte der Partie als die entscheidende Achillesferse erwiesen hatte. Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Treffer agierte dort Verteidiger David Stjepanovic allzu sorglos, im Abwehrzentrum erklärte man sich im weiteren Angriffsverlauf ebenfalls nicht für zuständig.

Die Gastgeber, obgleich weit entfernt von einem Powerplay, nahmen die doppelten Gastgeschenke aus der Barockstadt dankend an.

In der 18. Minute brachte Luca Maximilian Göppingen in Führung, kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Gentian Lekaj nahezu unbedrängt auf 2:0.

„Der Unterschied war, dass wir qualitativ nicht gut genug waren, diese zwei Tore zu verhindern“, fasste Schneider die ersten 45 Minuten zusammen. Er nahm daher Stjepanovic aus dem Spiel und beorderte Kapitän André Walica auf dessen Position. Komlan Agbégniadan, der eigentlich geschont werden sollte, musste für den wirkungsarmen Albin Sahiti in die Partie.

Mit bescheidenem Erfolg: In der 51. Minute nutze Göppingen erneut die rechte Seite für einen Konter, der freistehende Royal-Dominique Fennell hatte kein Problem, den Ball in Bruchsals Gehäuse unterzubringen. Hoffnung aufkeimen ließ ein Strafstoß (54.), den Walica verwandelte. Das 4:1 für Göppingen (83.) nach Lekajs zweiten Treffer, hatte letztlich nur noch statistischen Wert.

1. FC Bruchsal: Merz - Kias, Stjepanovic (46. Muto, 69. Sailer), Berecko, Redekop, Amelhaf, Bulut, Schiek, Walica, Schongar, Sahiti (46. Agbégniadan).

Schiedsrichter: Ehing (Engen), Zuschauer, 350, Tore: 1:0 Piljek (18.), 2:0 Lekaj (45.), 3:0 Fennell (51.), 3:1 Walica (54./Foulelfmeter), 4:1 Lekaj (83.).

 
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