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4.Spieltag

Fr, 27.08.2021 | 19:00

2

Salvatore Catanzano (61.)

Stanley Ratifo (64.)

Salvatore Muto (22.)

1

Vorbericht

zum 04. Spieltag gegen den CfR Pforzheim

 

Bruchsal. Stürmer André Redekop wird Woche 34 des Jahres 2021 wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Denn für den 26-Jährigen vom Fußball-Oberligisten 1. FC Bruchsal hatte diese „Woche der Gefühle“ alles parat: Siegesgefühle, große Gefühle, gemischte Gefühle. Mit dem guten Gefühl des 3:1-Erfolgs gegen Sport-Union Neckarsulm im Rücken war er in die Woche gestartet, mit dem Ja-Wort an seine Verlobte Melissa hat er sie am Donnerstagnachmittag dann auf den Tag genau nach neun Jahren gekrönt. Und an diesem Freitag soll noch ein Sieg beim 1. CfR Pforzheim (19 Uhr) dazukommen, um Redekops gemischte Gefühle in Sachen Goldstadt ein wenig aufzupolieren.

"Wenn sie nein gesagt hätte, dann hätte ich auch nicht gespielt."

André Redekop 

„Ich freue mich schon auf das Spiel. Weil ich hoffe, dass ich dem CfR zeigen kann, was ihnen da entgangen ist“, sagt er und man spürt, dass der Stachel noch tief sitzt. Vom FC Kirrlach war er 2019 dorthin gewechselt, nach eineinhalb Jahren jedoch als Dauergast auf der Ersatzbank geendet. Dafür, habe ihm Sportdirektor Giuseppe Ricciardi bedeutet, sei er ihm zu teuer. Und kurzerhand einen Wechsel zum VfR Mannheim unter Redekops altem Trainer Andreas Backmann angestoßen. Doch auch dessen Zeit in der Fabrikstadt lief bald ab und so landete er zu Saisonbeginn beim 1. FC Bruchsal.

„Die Mannschaft hier ist ein Kollektiv. Es macht total Spaß in Bruchsal. Ich habe mich da ab Tag eins wohlgefühlt. Alles sehr entspannte Leute, die immer positiv pushen“, schwärmt er. Beim CfR sei das zumeist nicht so gewesen. Vor allem die jungen Spieler dort hätten das Team oft nur als Durchgangstation auf ihrem Weg zur Regionalliga oder Dritte Liga begriffen. In Bruchsal sei die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit dagegen deutlich realistischer ausgeprägt. Mit dem ersten Treffer hat es in den ersten drei Spielen für Redekop noch nicht geklappt. Das wurmt den gebürtigen Paderborner. „Wir hatten viele Torchancen und hätten die auch machen können“, räumt er selbstkritisch ein.

Da müsse man sich als Stürmer auch mal an die eigene Nase fassen. Trainer Mirko Schneider hatte deshalb in der Vorwoche noch einmal den Fokus auf das Verwerten von Torchancen gelegt. Redekop fand das nach all den Fitness-Einheiten und Taktikschulungen eine richtig gute Sache. „Ich hoffe nur, dass es jetzt auch fruchtet“, sagt er.

Für den besonderen Flitterabend in Pforzheim hat ihm seine Frau bereits ihren Segen erteilt. „Der CfR war schon so ein Ding, wo ich gesagt habe, das möchte ich gerne spielen. Es ist immer schön, wenn man gegen einen Verein trifft, bei dem man einen nicht so schönen Abschied hatte“, verrät der 1,76 Meter große Stürmer, stellt aber umgehend klar: „Wenn sie nein gesagt hätte, dann hätte ich auch nicht gespielt.“

Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken wollen Redekop und seine Mitspieler dann bei den zuletzt zweimal sieglosen Pforzheimern den zweiten Dreier der Saison mit nach Hause nehmen. Stürmerkollege Lukas Durst wird dann wieder mit von der Partie sein und auch Verteidiger Daniel Schiek. Roman Hajeck (muskuläre Probleme) sowie Dragan Peric, Yannick Tewelde und Francis Bediako (alle Knieprobleme) werden dagegen passen müssen. Trainer Schneider hat seine Spieler im Abschlusstraining noch einmal besonders motiviert. „Wir müssen jetzt genau da weiter machen, wo wir am Sonntag aufgehört haben“, forderte er. Nach vorne die Chancen nutzen und beim Verteidigen noch konsequenter sein. „Dann können wir auch in Pforzheim etwas holen“, ist er überzeugt.

 

Aufstellung

zum 04. Spieltag gegen den CfR Pforzheim

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Medienmonitor

zum 04. Spieltag gegen den CfR Pforzheim

 

Pforzheim.Am Ende der fünften Minute der Nachspielzeit ließen sich am Freitagabend im Brötzinger Tal etliche Spieler auf den Rasen fallen – ob auf Seiten des Gastgebers 1. CfR Pforzheim oder des Gegners, dem 1. FC Bruchsal. Die einen mit einem Lächeln im Gesicht, die anderen aus Enttäuschung. Mit 2:1 (0:1) hat der CfR sein Oberliga-Heimspiel gewonnen. Ein Doppelschlag nach der Halbzeit sollte unterdessen den Bruchsaler Traum vom Auswärtssieg zunichte machen.

Dabei hatte die Mannschaft von FC-Coach Mirko Schneider zu Beginn allen Grund zu träumen. Denn für die Pforzheimer Gastgeber startete die Partie so, wie sich bereits die Spiele zuvor in Ilshofen und gegen den Freiburger FC gestaltet hatten: Mit einem Chancenplus, jedoch ohne eigene Tore.

Ceylan hatte in der Offensive im Vergleich zur Partie in Ilshofen Marco Rienhardt für Willie Sauerborn aufs Feld geschickt. Dazu war für Sandro Bradara Denis Gudzevic in die Startelf gerückt, Robin Münst hatte für Denis Latifovic begonnen. Bruchsals Trainer Mirko Schneider hatte im Vergleich zum letzten Spiel lediglich auf einer Position gewechselt: Für Dragan Peric startete Marcel Gessel.

Dass sie nicht gekommen waren, um mit leeren Händen den Rückweg anzutreten, das bewiesen die Gäste von Beginn an. „Bruchsal hat es uns gerade in den ersten 20 Minuten sehr schwer gemacht, ins Spiel zu finden“, sagte der Co-Trainer des 1. CfR Pforzheim, Jan Mayer, nach dem Spiel. Und so kam es zum nächsten Déjà-vu für die Hausherren: Sie gerieten in Rückstand. CfR-Kapitän Maurizio Macorig kickte den Ball in die Füße von Bruchsals linkem Flügelspieler Mohamed Amelhaf, der auf Salvatore Muto ablegte. Aus gut 20 Metern zimmerte Muto den Ball in den linken Winkel. „Ein wunderschönes Tor“, gab auch Mayer später unverblümt zu. Sein Team schien durch den neuerlichen Rückschlag erst richtig aufzuwachen.

Nach einem Freistoß von Salvatore Varese köpfte Stanley Ratifo den Ball in der 36. Minute gegen den Pfosten, zuvor waren auch Salvatore Catanzano und Marco Rienhardt gefährlich vor FC-Keeper Yannick Merz aufgetaucht. Rienhardt war es auch, der kurz vor dem Halbzeitpfiff im Strafraum von Tobias Schongar gefoult wurde – der fällige Elfmeterpfiff blieb jedoch, sehr zum Unmut der Pforzheimer, aus.

Mit reichlich Wut im Bauch starteten die Gastgeber in die zweite Halbzeit – und belohnten sich im Eiltempo. Nach zwei weiteren guten Möglichkeiten flankte Demarveay Sheron auf den zweiten Pfosten. Dort lauerte Catanzano und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein (62.). Nur zwei Minuten später war es Stanley Ratifo, der Merz im Nachsetzen überwand.

„Vielleicht war das der berühmte Ketchup-Effekt“, sagte Meyer mit Blick auf den Doppelschlag. „Wir haben uns dieses Mal endlich für den Aufwand belohnt.“ Mirko Schneider haderte derweil mit dem Verlauf der Partie. „Im Nachhinein wäre mir der Elfmeterpfiff lieber gewesen“, sagte er. „Dann hätte es nicht diese Konzessionsentscheidung gegeben und wir 20 Minuten lang kein einziges Foul mehr gepfiffen bekommen.“ Als schlechter Verlierer präsentierte er sich aber keinesfalls. „Aufgrund der zweiten Hälfte ist dieser Sieg für Pforzheim unter dem Strich auch verdient“, resümierte er.

1. FC Bruchsal: Merz; Kias, Gessel (46. Berecko), Muto, Redekop, Amelhaf, Bulut, Walica (62. Stjepanovic), Agbegniadan, Schongar, Sahiti (77. Durst).

Schiedsrichter: Bauer (Schorndorf), Zuschauer: 505. Tore: 0:1 Muto (22.), 1:1 Catanzano (62.), 2:1 Ratifo (64.).

 
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