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1.Spieltag

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Adrian Vollmer (22.)

Adrian Vollmer (43.)

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Vorbericht

zum 01. Spieltag gegen den SV Linx

 

Bruchsal (sog). Ein anspruchsvolles, aber machbares Auftaktprogramm in der Saison 2021/22 wartet auf den Fußball-Oberligisten 1. FC Bruchsal. Die Pflicht beginnt für die Mannschaft von Trainer Mirko Schneider am 7. August (15.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SV Linx der Kampf um Punkte und den Verbleib in der Oberliga startet. Es folgen bis Ende August das Auswärtsspiel beim 1. FC Rielasingen-Arlen, die Partie zu Hause gegen SU Neckarsulm und das Duell beim 1. CfR Pforzheim.

 

„Es ist wichtig, dass wir wie in der vergangenen Saison gleich am ersten Spieltag punkten, denn Linx ist in unserer Tabellenregion. Gegen einen direkten Konkurrenten sollten wir auf jeden Fall etwas mitnehmen“, meinte Benjamin Schäfer, der Sportliche Leiter des 1. FCB. Als Ende Oktober die Saison abgebrochen worden war, stand Bruchsal mit zwölf Punkten aus elf Spielen auf Rang 14, der die weitere Oberliga-Zugehörigkeit gesichert hätte. Der SV Linx war als 16. mit elf Punkten aus zwölf Spielen unter dem Strich.

 

BNN: Schneider hat viele Optionen

Bruchsal (nbb). An das letzte Punktspiel können sich viele beim Oberligisten 1. FC Bruchsal nur noch dunkel erinnern. Kein Wunder, denn der 2:0-Auswärtssieg gegen den Freiburger FC datiert vom 17. Oktober 2020. Wenn die Elf von Trainer Mirko Schneider am Samstag um 15.30 Uhr ins städtische Stadion einlaufen wird, werden 294 Tage ins Land gezogen sein, in denen der Ball mehrheitlich nicht rollte. „Wir haben damals das erste Spiel gewonnen, wir haben unser letztes Spiel gewonnen und wir waren nach elf Spielen auch sportlich noch über dem Strich. Insofern überwiegt bei uns die Vorfreude auf die neue Saison die Sorgen vor deren Ausgang bei weitem“, erklärte Trainer Mirko Schneider.

„Nach wie vor gilt die Regelung, dass ab 200 Personen am Platz Maskenpflicht herrscht“, erklärte FCB-Pressesprecher Joachim Mössinger. Zuschauer sollten daher auf jeden Fall auch einen Mund-Nase-Schutz mitbringen. Die von den lokalen Behörden geforderten Nachverfolgungsbögen liegen am Eingang bereit. Wer ein Mobiltelefon besitzt, kann sich dort auch bequem per „Luca-App“ einchecken. „Wie viele Zuschauer aber letztendlich den Weg ins städtische Stadion finden werden, ist für uns derzeit nur ganz schwer einzuschätzen“, findet Mössinger. Unterstützung von den Rängen werden die Bruchsaler jedoch brauchen, selbst wenn sich in Linx ein vermeintlicher Gegner auf Augenhöhe angesagt hat. Denn die Neuzugänge Gianluca Mantel (Kreuzbandriss) und Yannick Tewelde (privater Termin) werden ebenso fehlen wie David Stjepanovic (Muskelverletzung) und Oguzhan Dogancay (Urlaub). „Linx ist ein Team, die grundsätzlich versucht Fußball zu spielen. Die wollen kicken. Und sie haben ein paar Individualisten drin, die ein Spiel auch alleine entscheiden können. Aber sie sind noch nicht richtig in Fahrt gekommen“, berichtet Schneider.

Beim 3:0-Pokaslsieg beim Landesligisten FC Ispringen hatte Schneider vor allem auf Spieler gesetzt, die bislang noch nicht so lange Einsatzzeiten hatten. Diese hatten unter Beweis gestellt, dass der Club auch von der Bank durchaus noch Optionen hat. „Wir vertrauen jedem Spieler, der bei uns spielt“, betonte Schneider. Das gilt insbesondere auch für die jungen Wilden. Allen voran der 20 Jahre alte Max Kias. „Er hat heute aufgezeigt, dass er jemand ist, den man da bedenkenlos auch von Anfang an bringen könnte“, fand der FCB-Coach. Aber auch Albin Sahiti, Francis Bediako und Kadir Sefa Bulut wussten zu gefallen.

 

Aufstellung

zum 01. Spieltag gegen den SV Linx

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Medienmonitor

zum 01. Spieltag gegen den SV Linx

BNN: Null Punkte zum Auftakt

Trotz Überzahl verliert der 1. FC Bruchsal 0:2 gegen den SV Linx

 

Bruchsal. Kapitän André Walica griff nach dem verpatzten Oberliga-Auftakt des 1. FC Bruchsal erst einmal in die Phrasenkiste. „Wenn man null Tore schießt, kann man keine drei Punkte holen“, stellte er im Anschluss an das 0:2 (0:2) gegen den SV Linx lakonisch fest. „Das war so ein Spiel, wo wir noch eine halbe Stunde hätten weiterspielen können und trotzdem kein Tor mehr gemacht hätten“, schickte er dann noch ein wenig ratlos hinterher. Denn eigentlich sei der 1. FC ja gut in der Partie drin gewesen. Zumindest in den ersten 30 Minuten. „Der letzte Punch, der letzte Pass, das hat heute aber gefehlt“, sagte er.

 

In der Tat hatten die Elf von Trainer Mirko Schneider auch ohne die noch kurzfristig ausgefallenen Max Kias (Magen-Darm-Probleme) und Lukas Durst (Hand-OP) von Beginn an unterstrichen, dass sie gewillt waren, den Oberliga-Auftakt vor 135 Zuschauern ähnlich erfolgreich wie in der Vorsaison zu gestalten.

In der neunten Minute übernahm Neuzugang Komlan Agbégniadan als erster die Initiative. Sein Seitfallzieher im Strafraum verfehlte das lange Toreck nur um Haaresbreite. Direkt im Anschluss verpassten es Salvatore Muto (10.) und Marcel Gessel (12.), den FCB in Führung zu bringen. Deutlich effizienter arbeiteten da die Gäste aus dem Ortenaukreis. Deren drei Chancen, die Bruchsals Co-Trainer Timo Böhmer in sein Notizbuch notierte hatte, führten in zwei Fällen zum Torerfolg: Lukas Martin enteilte in der 22. Minute auf dem rechten Flügel seinem Verfolger Tobias Schongar, die folgende Flanke fand Routinier Adrian Vollmer, der per Kopf umgehend den Führungstreffer markierte. Einen erneuten Anlauf Martins stoppte Bruchsals Defensive mit einem Foulspiel im Strafraum, den fälligen Elfmeter (44.) verwandelte Vollmer ebenfalls sicher zum 2:0.

Zwölf Minuten nach der Pause zückte Schiedsrichter Joshua Zanke (Ötisheim) dann nach einem Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte gegen den Linxer Verteidiger Tarik Aras. Beim ebenfalls fälligen Strafstoß scheiterte Mohamed Amelhaf jedoch an Gästekeeper Daniel Küstle. Auch ihre Überzahl konnten die Bruchsaler in der Folge nicht nutzen. Zu umständlich, zu langsam und zu ungenau rollte fortan der Ball in den eigenen Reihen.

Zudem fehlte es im Mittelfeld an jemand, der die Ärmel hochkrempelte und die Fäden in die Hand nahm. „Wir hätten so ein dreckiges Tor gebraucht. Der Elfmeter hätte der Einstieg sein können. Dann machst du den nicht und dann geht dir mental irgendwann der Rollladen runter“, fasste Schneider die Situation zusammen.

Bruchsals Coach zog alle Register, stellte auf 3-4-3 um und warf mit Roman Hajeck, Francis Bediako und Albin Sahiti alle noch verfügbaren Offensivkräfte ins Geschehen. Es half nichts. So verfehlte auch die letzte Chance der Bruchsaler durch Sahiti (93.) das Zielobjekt noch einmal deutlich. „Die drei Punkte von heute holen wir nicht mehr. Aber es sind noch so viele Spiele, da sollte es hoffentlich nicht an diesem einen Spiel scheitern“, fand Kapitän Walica am Ende dennoch tröstende Worte für seine Mitspieler und sich selbst.

1. FC Bruchsal: Merz, Berecko (68. Bediako), Gessel, Muto (60. Hajeck), Redekop, Amelhaf (77. Sahiti), Schieck, Walica (90. Pagna), Agbégniadan, Schongar.

Tore: 0:1 Vollmer (22.), 0:2 Vollmer (44., Foulelfmeter), Rote Karte: Aras (SV Linx, 57., Handspiel), Schiedsrichter: Zanke (Ötisheim), Zuschauer 135.